Archiv der Kategorie: News

Das Microsoft PowerShell-Team kommt nach Deutschland (und viele andere PowerShell-Experten auch)

Wer einmal den Erfinder der PowerShell, Jeffrey Snover, persönlich kennenlernen möchte, hat dazu Anfang Mai in Hannover die Gelegenheit. Zusammen mit vielen anderen „PowerShell-Promis“ kommt der Vater der PowerShell zur PowerShell Conf Europe, die vom 3. bis 5. Mai in Hannover stattfindet.

Auf der Konferenz werden 3 Tage PowerShell-Know how von den bekanntesten Experten der weltweiten PowerShell-Community geboten. Mehr Know-how an einem Ort geht fast nicht mehr.

Weitere Infos zur Teilnahme gibt es unter psconf.eu.

Endlich – PoshGUI.com, ein GUI-Designer für PowerShell-Skripte im Browser

Darauf habe ich lange gewartet, auf eine simple Möglichkeit einfache GUIs für ein PowerShell-Skript zusammenklicken zu können, ohne ein Tool installieren zu müssen mit Registrierung, Aktivierung (und dem Bezahlen ganz zu schweigen;). Es muss nicht immer alles kostenlos sein, aber ich muss auch keine Schrankwand kaufen, wenn ich ein paar Gegenstände in einem Karton unterbringen möchte.

Mit POSHGui wird eine Fensteroberfläche im Browser zusammengeklickt. Anschließend kann der generierte Code in ein Skript eingefügt werden. Dann müssen nur noch die Befehle in die dafür vorgesehenen Scriptblöcke eingetragen werden. Einfach und effektiv.

Die Adresse ist http://poshgui.com

Mit PoshGUi stellt man sich ein Fenster im Browser zusammen

Zweites Treffen der PowerShell User Group Stuttgart am 23.02.17

Am 23.02.17 fand das zweite Treffen der PowerShell User Group Stuttgart statt. Der Gastgeber war dieses Mal die Firma Reddoxx (aka Die Netzwerker) in Kirchheim unter Tek (es ist interesssant, dass es von Esslingen aus mit 32km fast genauso weit nach Kirchheim Tek ist wie nach Stuttgart Vaihingen, nur die Fahrzeit kann „ein wenig“ varriieren, wenn auf der A8 Richtung München mal wieder Stau ist).

Es war wieder ein netter und abwechslungsreicher Abend angefüllt mit vielen kleinen und größeren Details rund um die PowerShell. Das Motto des Abends war „Script Review“ oder „Bring your own Script“ (BYOS). Die Idee war, dass jeder seine PowerShell-Skripte hätte mitbringen können, die dann unter fachkundiger Begutachtung aller Anwesenden auf Schwachstellen und mögliche Verbesserungen hätten abgeklopft werden sollen.

Das Fazit des Abends war, dass jeder der Annwesenden wieder einiges über die PowerShell dazu gelernt hat, mich eingeschlossen. So muss ich zugeben, dass ich bislang nicht wusste, dass sich auch Functions „dot sourced“ aufrufen lassen. In diesem Fall werden die lokalen Variablen der Functions in die Ebene des Aufrufers übernommen und stehen dort nach Beendigung der Function noch zur Verfügung. Mit anderen Worten, die lokalen Variablen einer Function werden durch den dotsoured-Aufruf zu Skriptvariablen. Mir fällt zwar nach wie vor kein Anwendungsfall dafür ein, interessant ist diese Technik aber in jedem Fall.

Der Termin für das dritte Treffen steht bereits fest: Am 15. März 2017, dieses Mal wieder in den Räumen von Microsoft in Stuttgart Vaihingen. Alle Infos gibt es hier:

https://www.meetup.com/de-DE/German-PowerShell-Usergroup/events/237720913/

Eine Anmeldung über Meetup ist erforderlich. Das setzt eine Registrierung bei Meetup voraus, ist aber in 2-3 Minuten erledigt.

Beim Script-Review herrschte absolute Hochspannung

Script-Review in Action

Ein weiteres Stimmungsbild vom zweiten Treffen der PowwerShell User Group Stuttgart in Kircheim Tek

WMF 5.1 offiziell verfügbar

Seit Mitte Januar 2017 gibt es offiziell die Version 5.1 der Powershell und des Windows Management Framework (WMF) für alle windows-versionen ab Windows Server 2008 R2 und Windows 7.

Die Download-Adresse ist:

http://www.microsoft.com/en-us/download/details.aspx?id=54616

Viele Neuerungen sind es natürlich nicht, aber es gibt Neuerungen. Eine davon sind signierte Module. Eine andere ein Satz an Cmdlets für die Verwaltung lokaler Benutzer und Gruppen.

Die immer lesenswerten Release-Notes gibt es hier:

https://msdn.microsoft.com/en-us/powershell/wmf/5.1/release-notes

Bericht vom 1. Treffen der PowerShell User Group Stuttgart – und ein paar Tipps zum Umgang mit Hashtables

Am 12.1.2017 fand das erste Treffen der PowerShell User Group Stuttgart statt. Gastgeber waren die Firma Microsoft, die uns einen Raum in ihren schönen Firmenbüro in Vaihingen bei Stuttgart zur Verfügung stellte. Wenn ich mich nicht verzählt habe, waren wir insgesamt zu neunt, so dass die magische Grenze von 10 knapp verfehlt wurde. Aber für das erste Treffen, dessen Termin zudem so kurzfristig angesetzt wurde, war das bereits ein guter Anfang.

Nachdem Friedrich anhand eines von ihm entwickelten „Frameworks“ für die Rechnerkonfiguration, das er in seiner Firma einsetzt, einige recht spezielle Techniken vorgestellt hatte, unter anderem eine auf eigenen Attributen basierende Parametertyp-Konvertierung, gab ich einen Überblick über das Thema Hashtable, das in meinen Schulungen in der Regel eine gewisse Verständnishürde darstellt – inzwischen war es bereits 21 Uhr 20, so dass das ganze Treffen etwas länger ging als geplant. Kurz nach 22 Uhr war dann Schluss.

Noch ein Nachtrag zu einem meiner Beispiele, in der ich eine Hashtable mit einigen Tausend Datensätzen so ansprechen wollte, dass der Datensatz über eine Zahl ausgewählt wird, die die Rolle der Id des Datensatzes spielt.

Der folgende Befehl hat leider nicht funktioniert:

8000 ist der Wert eines Schlüssels. Der Befehl gab, sooft ich es auch probierte, einfach nichts zurück. Da es bereits etwas später war (und die Raumtemperatur für meinen Geschmack deutlich zu hoch eingestellt war) gab ich es dann auf. Die naheliegende Lösung $Liste[8000].Nachname war mir etwas zu trivial, da es auch anders gehen sollte.

Heute habe ich mich noch einmal auf die Suche nach einer Lösung gemacht und bin hier fündig geworden: http://blog.danskingdom.com/accessing-powershell-variables-with-periods-in-their-name.

Die Lösung besteht darin, den Index in runde Klammern zu setzen:

Und da wir gerade dabei sind: Einträge zu eine Hashtable per += hinzufügen ist deutlich langsamer als per Add-Methode.

Das erste Treffen der neuen PowerShell User Group Stuttgart fand in den Räumen von Microsoft in Vaihingen statt

Frohe Weihnachten…

Ich wünsche allen Lesern dieses Blogs frohe, sorgenfreie und gesegnete Weihachten und einen guten Start in das neue Jahr 2017.

Speziell was das Thema PowerShell angeht wird es wie fast in jedem Jahr auch 2017 abwechslungsreich bleiben. Mit SSH und einer „PowerShell 6.0“ auf allen Plattformen kommt ein neues Thema dazu, andere Themen wie Testen von Skripten, DSC-Ressourcen und allgemein Einstellungen mit dem Pester-Modul oder generell die Bedeutung einer „Release-Pipeline“ für Skripte und DSC-Ressourcen werden an Bedeutung zunehmen. Interessant wird es sein zu beobachten inwieweit Cloud-Angeboote wie Microsoft OMS (Operations Management Suite), mit der sich Windows Server überwachen lassen, auch in Deutschland angenommen werden.

Mein neues zur Buch zur PowerShell 5.0 wird auch hoffentlich im ersten Quartal erscheinen, so dass mir schon alleine aus diesem Grund die Arbeit nicht ausgehen wird.

Vielleicht sehen wir uns 2017 auf einer PowerShell-Schulung oder auf einem Treffen der PowerShell User Group, z.B. am 12.1.2017 in Stuttgart.

Ihr
Peter Monadjemi

eBook zum Thema PowerShell und Azure

Unter GitHub gibt es seit kurzem ein eBook, das den Einsatz der PowerShell im Zusammenspiel mit Azure sehr schön beschreibt:

https://github.com/gitralf/ersteschritte/blob/master/Azure_PowerShell_Erste_Schritte.pdf

Der Autor ist Ralf Wiegand, der bei Microsoft Deutschland für das Thema „Deutsche Cloud“ zuständig ist. Seinen Blog findet ihr unter https://blogs.technet.microsoft.com/ralfwi/.

10 Jahre PowerShell – Zwischenbilanz und ein Blick in die Zukunft

Am 14. November 2016 wurde die PowerShell 1.0 offiziell als Download freigegeen – damals noch etwas unfertig mit gerade 139 Cmdlets, ohne (direkte) AD-Unterstützung, ohne Module, ohne PS-Remoting, aber mit einer vollständigen Hilfe. Es hat ein paar Jahre gedauert bis sie von den Administratoren angenommen wurde, heute hat sich sie als ein Allround-Werkzeug etabliert, das in einigen Bereichen (Exchange Server) sogar alternativlos ist. In den Jahren ist die Funktionbalität stark angewachsen – alleine von Microsoft dürften die verschiedenenen Produktteams einige Tausend Cmdlets und Functions entwickelt haben (es ist zudem erstaunlich, wie viele PowerShell-Skripte bereits bei Windows 7 dabei waren und unbemerkt von den meisten Anwendern in den tiefen vom System32-Verzeichnis ihr Schattendasein fristeten).

Natürlich ist Quantität nicht autommatisch gleich Qualität, aber bei der PowerShell stimmt das Verhältnis. Das bei den von Microosft produzierten Cmdlets nur sehr wenig „Füllmaterial“ dabei ist macht der Umstand deutlich, dass Cmdlets für das Ein- und Auspacken von Zip-Dateien erst mit der Version 5.0 dazu kamen.

Mit der PowerShell hat sich der geistige Vater Jeffrey Snover, der bei Microsoft inzwischen nicht nur zum „Distinguished Engineer“ ernannt wurde, sondern seit ein paar Jahren auch die Windows Server-Gruppe leitet, ein Denkmal geschaffen.

Ich erinnere mich noch ganz gut als ich mich sehr früh morgens zu eimem Vortrag aufmachte, der anläßlich des Microsoft IT Forums im November 2006 in Barcelona stattfand, nur um aus erster Hand etwas über die neue PowerShell zu erfahren. Anstelle eines typiscchen jung-dynamischen Microsoft-Sprechers stand da ein etwas älterer Typ mit einer Krawatte (!) in einem Raum, der eher an einem Hörsaal erinnerte, hinter einem Tisch und redete mit eher monotoner Stimme. Die kleine Enttäuschung legte sich jedoch schnell wieder. Seit Jahren sind seine Vorträge, etwa der Klassiker „PowerShell Unplugged“, für mich ein Highlight auf jeder Microsoft-Konferenz, ob TechEd (z.B. jene, die 2009 in Berlin stattand, die PowerShell 2.0 war gerade erschienen, so dass der Vortrag voller Neuerungen war, auf die man lange gewartet hatte), Build oder jetzt Ignite. Alle diese Vorträge gibt es kurz danach auf Channel 9, so dass man längst nicht mehr irgendwo hin reisen oder gar früh aufstehen muss.

Wer sich auf kleine Reise in die Vergangenheit begeben möchte, findet auf Channel 9 sogar noch ein Interview mit Jeffrey Snover aus dem Jahr 2006:

https://channel9.msdn.com/showpost.aspx?postid=256994

Heute am 14. November begeht das PowerShell-Team das Jubiläum mit einer ganztägigen Konferenz, die auf Channel 9 live übertragen wird, und die einige ausgefallene Vortragsthemen umfasst:

https://channel9.msdn.com/Events/PowerShell-Team/PowerShell-10-Year-Anniversary

Neben Mitgliedern des Entwicklerteams werden auch paar PowerShell-Promis wie Ex-Scripting Guy Ed Wilson, Don Jones und Chrissy Le Mare (u.a. bekannt für die SQL Server Dba Tools) mit dabei sein.

Dazu noch ein Buchtipp mit Nostalgie-Faktor: Das Buch „Introducing the MSH Command Shell and Language“ von Andy Oakley war das allererste Buch zur PowerShell. Es ist auch über 12 Jahre später immer noch lesenswert, u.a. beschreibt der Autor wie man es schafft eine Konsolenausgabe in verschiedenen Farben auszugeben. Das Buch gibt es bei Amazon bereits ab 1 Cent – für echte PowerShell-Fans eigentlich ein „Must have“.

Es ist bemerkenswert, dass der 14.11 auch der 300te Todestag des deutschen Philosophen Gottfried Wilhelm Leibniz ist. Was hat ein Philosoph mit der PowerShell zu tun? Als Codenamen für die spätere PowerShell wählte Jeffrey Snover das Wort „Monad“ als Referenz auf die Theorie der Monaden des großen deutschen Denkers. Demnach ist ein Monad das kleinste Element, aus dem alles Leben und alle Materie besteht. Von Leibniz wird auch überliefert, dass er über sich selbst sagte: „Beim Erwachen hatte ich schon so viele Einfälle, dass der Tag nicht ausreichte, um sie niederzuschreiben.“ Wäre da nicht das selbst auferlegte „To ship is to choose“-Mantra des PowerShell-Teams, würde das im übertragenen Sinne auch auf Jeffrey Snover und seine Entwickler zutreffen.

Neu: Der PoshAdmin-Newsletter

In Kürze biete ich einen Newsletter mit Tipps rund um den Einsatz der PowerShell und aktuellen Infos an, etwa zu neuen Modulen oder aktuellen Neuerungen der PowerShell.

Als Newwsletter-Programm verwende ich MailChimp – da das Thema für mich absolutes „Neuland“ ist, kann es sein, dass das Ganze am Anfang noch etwas unrund läuft. Der erste Newsletter soll Anfang Dezember erscheinen.

Die Anmeldung zu dem Newsletter ist bereits über den Link in der Kopfleiste möglich. Der erste Anmelder erhält von mir mein PowerShell 4.0-Buch als kleines Dankeschön (der Rechtsweg ist natürlich ausgeschlossen;)