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PowerShell Conference Europe 2018 vom 17. bis 20.4.2018 in Hannover – die Agenda steht

Seit ein paar Tagen steht die Agenda für die nächste PowerShell Conference Europe 2018 fest, die vom 17. bis 20.4.2018 wie üblich in Hannover stattfinden wird.

Alles weitere gibt es hier: http://www.psconf.eu/

Auch wenn die Agenda noch eine paar freie Slots enthält, soviel steht bereits fest. Wie im letzten Jahr wird Jeffrey Snover die Eröffnungsrede halten und sicher sowohl am Abend als vermutlich auch an den anderen Tagen der Konferenz anwesend sein, so dass es jede Menge Gelegenheiten geben wird sich mit dem Erfinder der PowerShell persönlich zu unterhalten oder das obligatorische Selfie zu schießen.

Ein weiteres Highlight ist die Anwesenheit vom Matt Graeber, einem Sicherheitsexperten, der PowerShell als Tool für den Umgang mit Exploits auserkoren hat und einige faszinierende Functions geschrieben hat, die tief in das Windows-Betriebssystem eingreifen.

Ansonsten sieht es so aus als wäre das PowerShell-Team aus Redmond nicht so zahlreich vertreten wie im letzten Jahr. Ein Themenhighlight wird sicher der Vortrag zu „DSC Core“ sein, der nächsten Version von DSC, die anders als ihre Vorgänger losgelöst von .NET Framework und PowerShell entwickelt wird.

Darüber hinaus gibt es den üblichen Mix an interessanten Themen und Vorträgen von den PowerShell-Gurus aus dem Aus- und Inland. Es ist ja eine europäische Konferenz. Mit Ravikanth C ist auch ein Sprecher aus dem fernen Indien mit dabei.

Die Konferenz geht dieses Mal über vier Tage. Entsprechend wurde der Preis angehoben. Die Teilnahme kostet jetzt 1.399€ plus Mwst. Auf der einen Seite ein stolzer Preis, auf der anderen Seite kostet soviel in der Regel auch der dreitägige MOC 10962 Advanced Automated Administration with Windows PowerShell bei vielen Anbietern. Geht man von meiner Erfahrung aus, dass solche Aufbaukurse nur selten zustande kommen, ist die Konferenz die Gelegenheit, das PowerShell-Know how zu vertiefen, Kontakte zu knüpfen, sich austauschen und an den Abenden Spaß zu haben.

Der PowerShell Summit 2018, der in ersten April-Woche in der Nähe von Seattle in den USA stattfinden wird, ist bereits ausverkauft.

PowerShell 6.0 Core ist offiziell

Den Blog-Eintrag des PowerShell-Teams wird sicherlich jeder schon gelesen haben:

https://blogs.msdn.microsoft.com/powershell/2018/01/10/powershell-core-6-0-generally-available-ga-and-supported/

Die Open Source-Version der PowerShell ist unter dem Namen PowerShell Core 6.0 endlich offiziell. Das PowerShell-Team hat damit eine herausragende Arbeit abgeliefert. Herzlichen Glückwunsch!

Für alle Fälle die Downloadadresse für alle Versionen:

https://github.com/PowerShell/PowerShell/releases

Die wichtigste Nachricht für alle Administratoren, die die PowerShell in erster Linie als Werkzeug für die Windows-Administration sehen: Die Windows PowerShell 5.1 (und auch die ISE) wird es „ewig“ als fester Bestandteil von Windows geben, die neue PowerShell kann problemlos parallel betrieben werden. Anders als die Windows PowerShell wird sie als portable Anwendung in das Programme-Verzeichnis kopiert. Damit wäre es z.B. auch kein Problem, die Version 6.0 parallel zu einer Version 6.1 zu betreiben, die irgendwann als Nachfolger auf der Bildfläche erscheinen wird.

Die neue PowerShell 6.0 – jetzt sogar mit einer Art Maskottchen


Auch wenn die neue PowerShell 6.0 in naher Zukunft eher eine Randnotiz sein wird, da ihr im Vergleich zur PowerShell 5.1 ein paar wichtige Funktionalitäten zwangsläufig fehlen (Stichwort: WMI oder Kleinigkeiten wie ein Get-LocalUser-Cmdlet) und es unter Windows für Administratoren eigentlich keinen Grund gibt sie zu verwenden, markiert sie einen Meilenstein in der Entwicklung der Microsoft Systemadministrationstools.

Bemerkenswert ist die neue PowerShell weniger aufgrund irgendwelcher Eigenschaften (sie kann bis auf die SSH-Unterstützung für PS-Remoting ja deutlich weniger als die PowerShell 5.1), sondern durch die Art und Weise wie das PowerShell Team unter der Leitung von Joey Aiello das Open Source-Projelt umgesetzt haben.

Natürlich ist das erst der Anfang. Zusammen mit der Community wird die PowerShell in den kommenden Jahren immer besser. The sky is the limit.

Silvesterfeuerwerk über Leipzip

Die Open Source-PowerShell 6.0 Core ist endlich fertig – ein Dank an das PowerShell-Team und die Community

Aus aktuellem Anlass: Spectre und Meltdown-Check per PowerShell-Modul

Man glaubt zwar immer nach den „Skandalen“ der jüngsten Vergangenheit, dass es in Bezug auf Sicherheitslücken in IT-Systemen nicht schlimmer kommen kann, aber dann kommt es doch noch schlimmer. Ein Fehler auf der Ebene der CPU (Stichwort: „Speculative Execution side-channel attacks“), der Angreifern theoretisch einen Lesezugriff auf eigentlich geschützte Bereiche des Arbeitsspeichers ermöglicht, ist für mich ein Super-GAU. Da hilft auch alles Relativieren nichts. Auch wenn sich konkrete Schadensfälle in Grenzen halten werden, da weltweit die Mehrheit der Systeme in den nächsten Tagen ein Update erhält, ist die psychologische Auswirkung mehr als bedenklich.

Wozu sich noch um Sicherheitskonzepte, Benutzerkonten, Tokens und Claims Gedanken machen, wenn die komplette Sicherheit durch ein Einfallstor ausgehebelt wird, das in Zukunft immer wieder auftreten kann. Das ergibt sich aus der enormen Komplexität moderner CPUs. Hinzu kommt, dass der Fehler offenbar schon viele Jahre existierte und offenbar erst kurzem von einem Forscherteam der TU Graz entdeckt wurde als sie gehäuft aufgetretene Angriffsszenarien näher untersuchten.

Da über die Thematik in den letzten Tagen schon sehr viel geschrieben wurde, will ich nicht auch noch meinen Senf basierend auf Halbwissen und Vermutungen dazu geben. Auf Spiegel Online habe ich eine gute Zusammenfassung gefunden:

http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/spectre-und-meltdown-die-wichtigsten-antworten-zu-den-schwachstellen-in-prozessoren-a-1186193.html

Ansonsten natürlich Heise-News mit einem ausführlichen und sehr lesenswerten Artikel von Andreas Stiller, Golem.de usw.

In ein paar Wochen dürfte das Thema ohnehin wieder vergessen sein. Wer macht sich denn aktuell noch über die Bedrohungen des letzten Jahres wie „WannaCry“ und die daraus eigentlich zu ziehenden Konsequenzen Gedanken? Bis zum nächsten Störfall will man vermutlich möglichst wenig Grundsätzliches in Frage stellen.

Wer testen möchte, ob eine CPU anfällig ist für Spectre und Meltdown kann ein PowerShell-Modul von Matt Miller von der PowerShell Gallery installieren, das Microsoft seit dem 4. Januar 2018 zur Verfügung stellt. Voraussetzung ist PowerShell ab Version 5.0. Und natürlich muss die Skriptausführung möglich sein. Wer sich bislang den Luxus gönnte mit einer älteren PowerShell-Version zu arbeiten, muss das Modul als Zip-Datei direkt von der Projektseite herunterladen, „entsperren“ und dann die beiden Dateien in ein in einem Modul-Verzeichnis zuvor angelegtem Verzeichnis mit dem Namen „SpeculationControl“ kopieren.

Eine Projektseite für das Windows 10-Modul habe ich leider nicht gefunden, in der TechNet Script Gallery gibt es das Modul für Windows Server 2016 als Download:

https://gallery.technet.microsoft.com/scriptcenter/Speculation-Control-e36f0050

Das Modul lässt sich natürlich auch unter Windows 10 verwenden.

Liegt PowerShell ab version 5.0 vor, genügt ein

Das Modul wird dadurch nach %userprofile%\documents\windowspowershell\modules kopiert, so dass die PowerShell nicht als Administrator gestartet werden muss.

Anschließend wird die einzige Function wie folgt aufgerufen:

(für VMWare ist offenbar ein Patch erforderlich: https://twitter.com/lamw/status/949662333038559232)

Die Ausgabe des Befehls ist relativ technisch und mit zahlreichen Fachbegriffen versehen, man muss sie daher interpretieren können. Vereinfacht gilt, dass ein „false“ schlecht, ein „true“ gut. Hat man die aktuellen Patches (vor allem KB4056892) installiert, sollte die Mehrheit der Einstellungen einen true-Wert besitzen.

Microsoft beschreibt die Ausgaben auf der folgenden Webseite:

https://support.microsoft.com/de-de/help/4073119/protect-against-speculative-execution-side-channel-vulnerabilities-in

Das von Microsoft zur Verfügung gestellte Sicherheitsupdate hat die Nummer KB4056892. Wie es aussieht, muss es aktuell (Stand: 9/1/2018) bei Windows 10 noch direkt geladen werden:

http://www.catalog.update.microsoft.com/Search.aspx?q=KB4056892

Damit ein Virenscanner das Update nicht verhindert, gibt es unter der folgenden Adresse eine Liste mit Problemlösungen bei den einzelnen Produkten:

https://docs.google.com/spreadsheets/d/184wcDt9I9TUNFFbsAVLpzAtckQxYiuirADzf3cL42FQ/htmlview?sle=true#gid=0

Wie die Meltdown-Abfrage remote ausgefürt wird, wird unter der folgenden Adresse ausführlich beschrieben:

https://blogs.technet.microsoft.com/ralphkyttle/2018/01/05/verifying-spectre-meltdown-protections-remotely/

Mit der Schadensbegrenzung dürften die zuständigen Admins ein paar Tage beschäftigt sein. Insofern hat das neue Jahr „vielversprechend“ begonnen;)

Start-2018 – oder alles Gute in 2018

Nach meinen Weihnachtswünschen nun auch die wie immer von Herzen kommenden Wünsche zum neuen Jahr.

Start-2018

Start-2018 (Bildnachweis: Oliver Le Moal/IStockphoto.com)

Der Umstand, dass in Deutschland die Wirtschaft nach wie vor auf Wachstum ausgerichtet ist, dürfte sich auch positiv auf die IT-Branche auswirken. Bei Microsoft könnte es offenbar besser nicht laufen. Das Unternehmen hat die Gewinnnprognosen der Analysten im Jahr 2017 in jedem Quartal übertroffen, seinem geschätzten Börsenwert zufolge ist es das drittwertvollste Unternehmen weltweit nach Apple und Google, der Aktienkurs steigt und steigt, scheinbar hat man alles richtig gemacht.

Dieses Jahr kommen der Nachfolger von Windows Server inklusive zweier Updates, vermutlich wieder jede Menge neuer Azure-Dienste und vielleicht ein faltbares Surface-Notebook. Trotzdem sollte man gleich den Hörer auflegen falls einem eine vermeintliche Microsoft-Mitarbeiterin am Telefon ein Sicherheitsupdate installieren oder etwas gegen das zu lautes Gebläse unternehmen will (http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.az-serie-vorsicht-betrueger-20-stunden-in-den-faengen-der-microsoft-betrueger.ce529473-cf22-4e6d-87fb-5b5d9999c36c.html).

Das positive wirtschaftliche Umfeld dürfte sich auch positiv auf IT-Projekte in Unternehmen und Behörden auswirken. IT-Mitarbeiter sind gefragt und fehlendes Personal könnte sich langsam als Flaschenhals bei größeren Projekten erweisen.

Was die PowerShell angeht so sieht ebenfalls alles ganz entspannt aus:

>WMF 5.1 und damit auch die ISE werden nicht mehr funktional weiterentwickelt, bleiben aber immer ein fester Bestandteil von Windows

>Die Entwicklung fokusiert sich auf die PowerShell 6.0, die voraussichtlich bis Ende Januar offiziell verfügbar sein wird, gleichzeitig beginnt die Weiterentwicklung mit der Version 6.1. Diese PowerShell wird immer als separater Download verfügbar sein, nicht mehr als Update.

>Die PowerShell 6.0 ist aber funktional nur eine Untermenge der Version 5.1, da alles Windows-spezifische nicht dabei ist. Dazu gehören nicht nur die Registry, Systemdienste und WMI, auch eher profane Cmdlets wie Rename-Computer oder auch ConvertFrom-String. Insgesamt gibt es in der aktuellen Version nur knapp 200 Cmdlets was mich ein wenig an die PowerShell 1.0-Zeiten erinnert. Dafür läuft diese Version auch auf einem Rasberry PI.

>Insgesamt hat sich die Weiterentwicklung der PowerShell in den letzten zwei bis drei Jahren stark verlangsamt. Ein Grund ist natürlich, dass das PowerShell-Team mit der Umstellung auf Open Source voll beschäftigt war. Darunter leiden auch andere Projekte (u.a. das vielversprechende Phosphor-Projekt, das offenbar über die Initialversion noch nicht herausgekommen ist – hier ist natürlich auch die Community gefragt!)

>Im April wird es in Hannover wieder eine PowerShell Conference Europe geben (http://www.psconf.eu/). Themen und Sprecher dürften bis Ende Januar feststehen.

Ich wünsche allen, die diesen Blog-Eintrag im Januar lesen, ein gesundes und glückliches Jahr 2018!

Vielleicht sehen wir uns bei einer PowerShell-Schulung in München, Nürnberg, Hamburg oder Stuttgart,

Peter Monadjemi

Nächstes Treffen der PowerShell User Group Stuttgart und Umgebung am 30.11.2017 Globalways/Gropiusplatz 2

Es gibt sie noch, die PowwerShell User Group Stuttgart, auch wenn es die letzten Monate eventuell etwas ruhig war um sie bzw. Facebook und Webseite nicht auf dem aktuellen Stand sind.

Und wann ist das nächste Treffen? Ganz einfach, bis auf Weiteres immer am letzten Donnerstag eines Monats. Wo erfahre ich mehr? Immer auf Meetup, also unter

https://www.meetup.com/de-DE/PowerShell-Usergroup-Stuttgart/

Eingeladen ist jeder, der sich für die PowerShell als ein enorm vielseitiges einsetzbares Werkzeug für die Adminstration unter Windows und neuerdings auch Linux interessiert.

PowerShell-Usergroup-Treffen mit PowerShell-Prominenz am 16.9.2017

Am Samstag, den 16.9.2017 findet von 9 (!) bis 18 Uhr in Stuttgart (oder in der näheren Umgebung) erstmals ein PowerShell-Saturday mit einer Reihe interessanter Vorträge statt. Auf der Sprecherliste stehen mit Chrissy LeMaire und Rob Seweel zwei bekannte Köpfe aus der internationalen PowerShell-Community.

Der Ort für die Veranstaltung steht noch nicht fest, da er von der Teilnehmerzahl abhängt. Es wäre daher gut, wenn sich jeder Interessierte möglichst bald (am besten Jetzt) anmelden würde:

https://www.eventbrite.com/e/powershell-saturday-stuttgart-tickets-36601493051

Die Liederhalle muss glaube ich nicht angemietet werden, aber es wäre schön, wenn die Veranstaltung auch tatsächlich im Großraum Stuttgart stattfinden würde.

Neben den angekündigten Vorträgen hat jeder, der kommt, wie immer die Gelegenheit etwas Eigenes (sofern es mit PowerShell zu tun hat) vorzustellen.

Mein neues PowerShell 5.1-Buch ist da!

Ein Buch zu schreiben ist längst kein der großen Herausforderungen mehr, die es vielleicht früher einmal war. Sozusagen Mensch gegen das leere Blatt und am Ende soll ein Stück Weltliteratur herauskommen. Das gilt besonders für ein IT-Fachbuch. In erster Linie braucht ein angehender Autor eines IT-Fachbuches eine Portion Know-how, ein gewisses Mitteilungsbedürfnis, die Fähigkeit sich in ganzen Sätzen halbwegs nachvollziebar ausdrücken zu können, viel Ausdauer, Durchhaltevermögen, Sitzfleiß, einen halbwegs bequemen Stuhl, sehr viel Zeit, die Bereitschaft Wochenende um Wochenende am Schreibtisch zu verbringen und einen Verlag, der bereit ist das Risiko einzugehen. Ich bin daher dem Springer Vieweg Verlag dankbar, dass er auch Themen eine Chance gibt, die nicht in den klassischen IT-Mainstream fallen.

Doch warum geht es eigentlich in diesem Eintrag? Genau, vor kurzem ist mein Buch „PowerShell 5.1 für Administratoren“ beim Springer Vieweg Verlag erschienen. Auf knapp 350 Seiten (das klingt eventuell nach wenig Inhalt, aber es sind wenige Abbildungen, kleine Schrift;) geht es vor allem um die etwas anspruchsvolleren und „modernen“ PowerShell-Themen:

>Umgang mit Typen und Objekten
>Umgang mit Klassen und was damit alles möglich ist
>Functions und Parameter
>Aus Texten Objekte machen

Eine Motivation das Buch zu schreiben war für mich, dass es zwar viele sehr gute Einsteigerbücher zur PowerShell gibt, aber wenige Bücher, die auf diesem Wissen aufsetzen. Wer etwas tiefer in die Thematik einsteigen und auch den Unterbau der PowerShell verstehen möchte und wem es Spaß macht, sich mit für Administratoren etwas abstrakte Themen zu beschäftigen, sollte mit meinem Buch eingies dazu lernen. Aus meinen Schulungen weiß ich, dass in der Hilfe zwar vieles steht und zudem sehr gut beschrieben ist, ein Buch aber immer noch einen höheren Stellenwert hat.

Ein Schwerpunkt des Buches ist das Thema DSC, das auf drei Kapiteln behandelt wird. Ein weiteres Thema ist PowerShell und Azure. Zu den praxisnahmen Themen gehört die AD-Verwaltung und das Absichern von Endpoints mit JEA. Wie immer gibt es auch ein „Spaß mit PowerShell“-Kapitel, in dem es u.a. um Abspielen von Noten, den in Windows eingebauten Zitateserver und eine farbige Konsole geht (wie man Unicode Emojis anzeigt habe ich leider erst vor kurzem herausgefunden).

Wichtig: Was das Buch allerdings nicht ist: Es ist keine Einführung für PowerShell-Neulinge, auch wenn dies der Untertitel des Buches suggerieren könnte. Wer daher die PowerShell noch lernt bzw. sie nur sporadisch verwendet und nur verstehen möchte, wie man Befehle eintippt oder einfache Abläufe automatisiert und damit vollkommen zufrieden ist, sollte zuerst ein anderes Buch lesen, wie z.B. das sehr gute Buch von Tobias Weltner oder „das Werk“ zur PowerShell von Holger Schwichtenberg.

Es gibt noch mehr: Ein weiteres Thema ist natürlich DevOps, das aber nur dezent angedeutet wird. Im Wesentlichen besteht der DevOps-Teil aus dem Aufbau einer sog. „Replease-Pipeline“ mit den üblichen Zutaten (GitHub, AppVeyor, Yaml, Pester, ScriptAnalyzer und Package Manager), über das sich ein in VS Code erstelltes Modul auf Knopfdruck so bereitstellen lässt, dass es sich alle Anwender per Install-Module lokal installieren können, und vor allem, dass es den gesetzten Qualtiätsforderungen entspricht. Ich war selber beeindruckt als mir klar wurde, welche Möglichkeiten PowerShell-PowerUsern heutezutage (in der Regel sogar kostenlos) zur Verfügung stehen.

Die Beispielprogramme zu dem Buch (es sind einige) werde in Kürze an dieser Stelle veröffentlichen. Bei Fragen freue ich wie immer über Feedback. Als Kommentar zu diesem Blog-Eintrag oder direkt per Mail oder telefon.

Mein neues Buch zur PowerShell 5.1

Mein neues Buch zur PowerShell 5.1

Neue Richtung für die PowerShell – alles auf Open Source und Cross-Plattform, die Windows PowerShell als Auslaufmodell

Vor einigen Tagen hat das PowerShell Team bei Microsoft in einem Blog-Eintrag die künftige Richtung skizziert, die die PowerShell (in Zukunft;) nehmen soll:

https://blogs.msdn.microsoft.com/powershell/2017/07/14/powershell-6-0-roadmap-coreclr-backwards-compatibility-and-more/

Die wichtigsten Aussagen sind für mich in Kurzform:

>Die Entwicklung von WMF 5.1 und der Windows PowerShell 5.1 wird praktisch eingestellt. Es sollen lediglich wichtige Bux-Fixes vorgenommen werden. Das bedeutet natürlich nicht, dass WMF und damit die PowerShell bei Windows Server irgendwann (auf absehbare Zeit) nicht mehr von Anfang an dabei sind wird. Es bedeutet, dass es keine neuen Versionen von WMF mehr geben wird und auch ein Windows Server 2018, 2020 usw. das WMF 5.1 enthalten wird, das irgendwann als optionales Feature nachinstalliert werden muss.

>Die künftige Entwicklung der PowerShell fokussiert sich auf die Open Source PowerShell (PowerShell Core), die in der Version 6.0 bereits vor einiger Zeit für „Ende des Jahres“ in Aussicht gestellt wurde. Die neue PowerShell wird es immer für alle wichtigen Plattformen (Linux, Mac OSX und natürlich Windows geben).

Da diese PowerShell auf .NET Core basiert und nicht auf dem .NET Framework, lassen sich einige Merkmale nicht abbilden. Das betrifft vor allem Workflows.

Alles in allem ist das keine dramatische Ankündigung, da es WMF und die PowerShell 5.1 noch viele Jahre geben wird und es für ca. 95% aller Anwender keinen echten Bedarf an neuen Funktionalitäten geben dürfte. Würde Microsoft die Entwicklung der PowerShell komplett einstellen, die meisten Anwender würden es gar nicht mitbekommen (an Cmd.exe wurde vermutlich seit über 20 Jahren nichts Neues mehr hinzugefügt).

Sollte man unbedingt ein Merkmal nutzen wollen, da es nur in der PowerShell Core gibt (in Aussicht gestellt wurde z.B. eine verbesserte Parallelverarbeitung), sollte es kein Problem sein, das Skript mit der neuen PowerShell Core auszuführen, die parallel zur alten PowerShell betrieben werden kann.

Was mich an dem Richtungswechsel etwas stört ist, dass er für mich einmal mehr deutlich macht, dass unter dem „neuen“ CEO Satya Nadella Windows Server nach und nach auf ein Abstellgleis geschoben wird was Innovationen für kommende Version angeht. Ca. 90% aller Windows Administratoren dürften sowohl der Umstand, dass die PowerShell Open Source ist als auch der Umstand, dass sie auf jede Plattform portiert werden kann, so gut wie egal sein, sofern sie das überhaupt mitbekommen. Es wird also eine Produktpolitik weit weg von den Anforderungen und Wünschen der Kunden betrieben.

Neue Rolle für NanoServer – in Zukunft nur noch als Container-Host (?)

Wie es aussieht, hat Microsoft die künftige Rolle von NanoServer komplett neu definiert. Anstelle einer Kombination aus Core OS und diversen Rollen soll NanoServer in Zukunft ausschließlich Anwendungscontainer ausführen. Es soll darüber hinaus keine Unterstützung für Rollen mehr geben:

https://blogs.technet.microsoft.com/hybridcloud/2017/06/15/delivering-continuous-innovation-with-windows-server/?MC=OfficeO365&MC=SecSys&MC=IoT&MC=MSAzure&MC=WinServer

Damit wird auch die Frage hinfällig, ob NanoServer als DC fungieren kann, wenn sich Microsoft entschließen würde, die AD DS-Rolle zur Verfügung zu stellen. Wer einen Server mit Minimalausstattung wünscht, muss dafür in Zukunft wieder Server Core verwenden.

Schade, ich denke, dass diese Entscheidung insofern falsch ist, dass Microsoft damit einen falschen Schwerpunkt setzt und ein weiteres Signal aussendet, dass „On Premise“-Lösungen in der strategischen Plannung keine große Rolle mehr spielen. Und: Ich habe noch niemanden getroffen, der Container einsetzt, daher kann ich diese Fokusierung auf einen Nischenbereich nicht nachvollziehen. Wenn es stimmt, dass in NanoServer 10 Jahre Entwicklungsarbeit stecken, dann ist die Reduzierung auf einen Container-Host als Ergebnis etwas dürftig. Und: Kooperiert Microsoft nicht mit Docker, die das alles bereits im Programm haben dürften?

Natürlich wird es Gründe gegeben haben. Einer dürfte die nach wie vor geringe Nutzung von NanoServer sein.

PS: Das wäre eine weitere Frage, die jemand Jeffrey Snover, der als Leiter der Windows Server-Gruppe auch für NanoServer zuständig ist, auf der letzten PowerShell-Konferenz hätte stellen können.

DSC – geplante Neuerungen

Auf der PoshConf Eu 2017 hat Jeffrey Snover in einer Folie die für DSC geplanten Neuerungen als Teil einer „Cloud Command Console“ zusammengestellt:

  • Ein portabler LCM für Windows und für Linux
  • Mehrere LCM-Instanzen
  • Ein Native Code-LCM (in C) für Umgebungen mit wenig Hardwareressourcen
  • Ein LCM als Bibliothek
  • Der LCM soll als Systemdienst ausführen (?)

Auch wenn diese Neuerungen auf der Folie „Core PowerShell in Azure“ aufgeführt wurden, gehe ich davon aus, dass sie allgemein verfügbar sein werden. Wann? Dieser Punkt ist noch offen.