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PowerShell 7.0 ist verfügbar

Im PowerShell Team-Blog wurde es natürlich bereits angekündigt, auch Holger Schwichternberg hat bei Heise News ausführlich darüber geschrieben (https://www.heise.de/developer/meldung/PowerShell-7-0-freigegeben-Eine-Shell-fuer-fast-alle-und-fast-alles-4656825.html) , daher noch einmal der Form halber auch an dieser Stelle – seit Montag, dem 2. März 2020 ist die PowerShell 7.0 offiziell verfügbar.

Das ist insofern positiv, dass die neue Version deutlich macht, dass es mit der PowerShell weitergeht. Es gibt auch innovative Neuerungen, vor allem ist jetzt eine echte Parallelverarbeitung im Rahmen von ForEach-Object möglich. Erfreulich ist auch, dass unter Windows (fast?) alle Module der Windows PowerShell 5.1 zur Verfügung stehen.

Für den reinen Windows-Administrator bzw. für alle, die ausschließlich unter Windows arbeiten, gibt es aus meiner Sicht keinen Grund zu wechseln. Da die PowerShell ab Version 6 ohnehin als Anwendung installiert wird, ist es ohnehin keine Entweder-oder-Entscheidung. Windows PowerShell 5.1 und PowerShell 7 werden daher die nächsten Jahre ganz friedlich nebeneinander existieren.

Neues zur PowerShell – In Zukunft nur noch „PowerShell“

Auf der letzten Ignite-Konferenz von Microsoft (2019) gab es natürlich wieder einen „PowerShell Unplugged“-Vortrag von PowerShell-Erfinder Jeffrey Snover zusammen mit Jason Helmick, der inzwischen als Program Manager im PowerShell -Team arbeitet.

Das Anschauen lohnt sich wie immer, ein paar Details schon einmal vorab:

>Die nächste Version der PowerShell heißt nur noch „PowerShell“. Die Bezeichnung „PowerShell Core“ gibt es damit nicht mehr. Mit PowerShell 7 wird es eine PowerShell für alle Plattformen geben. Die vielen vertraute „Windows PowerShell“ wird es aber immer als Teil von Windows geben, auch wenn sie nicht mehr weiterentwickelt werden wird.

>Es ist bemerkenswert, wie nahtlos sich die PowerShell inzwischen in das Linux- und Mac OS-Ökosystem einfügt. Bei Kali Linux ist sie inzwischen Teil der Distribution, bei Mac OS kann die Preview über den AppStore installiert werden. Nett ist z.B auch, dass ein dir unter Linux die Ausgabe so aufbereitet wie es Bash-Nutzer gewohnt sind,

>Es gibt Verbesserungen, die auch langfähigen Nutzern gefallen wird. Kompaktere Fehlermeldungen, ein Get-Error-Command für das Abrufen der letzten Fehlerinformation, ein „Break on Error“, so dass ein Skript bei Auftreten eines Fehlers automatisch in den Debug-Modus übergeht und einiges mehr.

>Technisch ist die Parallelausführung von Commands natürlich ein echtes Highlight. Ob man beim Einrichten mehrerer VMs (wie oft kommt das vor?) jetzt aber vielleicht 3 Minuten statt 7 Minuten warten muss, sehe ich nicht als echte Verbesserung an. Aber generell hat das Features natürlich Potential.

Toll ist auch das neue Terminal-Programm, das als kleines Gimmick auch ein animiertes Gif anzeigen kann.

PowerShell 7 soll, wenn alles gut geht, im Januar 2020 offiziell wird.

Neben dem „Klassiker“ gab es auf der Ignite 2019 noch eine Reihe weiterer interessanter Sessions, die für PowerShell-User interessant sind: Eine Q&A mit Joe Aiello aus dem PowerShell-Team zu PowerShell 7, eine sehr interessante Session zum Zusammenspiel mit Microsoft Graph (es gibt ein neues PowerShell-Modul , aktuell noch als Preview, durch das einiges einfacher werden wird) und eine sehr gute Session von Martina Grom und Toni Pohl zu Office 365 Groups und PowerShell). Eine Suche im Ignite-Session-Katalog lohnt sich definitiv.

PowerShell Core 6.1 mit interessanten Neuerungen

Am Anfang fand ich die Idee gut, dann war ich etwas skeptisch, inzwischen bin aber überzeugt, dass PowerShell Core die Zukunft der PowerShell ist. Seit einigen Monaten arbeite ich nahezu ausschließlich mit PowerShell Core was mir insofern leicht fällt, da ich kein Administrator bin, der beruflich die PowerSHell einsetzt und damit auf Module angewwiesen ist, die sich unter PowerShell Code nicht nutzen lassen, wenngleich dies nur noch auf wenige Module zutreffen dürfte.

Im Windows-Umfeld bringt PowerShell Core nur wenige Vorteile. Im Gegenteil, bedingt durch den Umstand, dass „Core“ bedeutet, dass PowerShell Code auf .NET Core und nicht .NET Framework basiert und und in .NET Core 2.0 einige APIs fehlten, die von PowerShell-Commands vorausgesetzt werden, waren bestimmte Aufrufe, etwa WMI, einfach nicht möglich. Unter Windows ist das natürlich kein Thema, denn man bleibt ganz einfach bei der Windows PowerShell.

Microsoft wäre nicht Microsoft, wenn es seine Anmwender/Kunden nicht zu irgendetwas „zwingen“ würde. Wir sollen alle in die Cloud gehen, also gibt es bei Windows Server mit jeder Version weniger Innovationen (wenngleich auch Windows Server 2019 interessante Neuerungen enthält). Da in Zukunft nur noch PowerShell Core weiterentwickelt wird, sollen Administratoren in Zukunft eher mit diseser Version arbeiten. Da bei .NET Core in der Vergangenheit wichtige APis fehlten, die es nur unter Windows gibt, wurden diese in Gestalt der „Compatibilty Packs“ inzwischen nachgereicht. Damit ist auch bei PowerShell Core z.B. WMI wieder möglich. Natürlich nur unter Windows.

Trotzdem fallen mir nur wenige Gründe ein, warum ein Administrator unter Windows anstelle der Windows PowerShell PowerShell Core verwenden sollte.

Nachdem im Januar 2018 die Version 6.0 freigegeben wurde, erschien im September 2018, also etwa mehr als ein halbes Jahr später, die Version 6.1.

Sie wird im Blog des PowerShell-Teams ausführlich vorgestellt:

https://blogs.msdn.microsoft.com/powershell/2018/09/13/announcing-powershell-core-6-1/

und vorallem

https://docs.microsoft.com/en-us/powershell/scripting/whats-new/what-s-new-in-powershell-core-61?view=powershell-6

Der Vollständigkeit halber habe ich die wichtigsten Neuerungen noch einmal stichwortartig zusammengefasst:

>Umstellung auf .NET Core 2.1
>Performance-Verbesserungen, z.B. bei Import-CSV
>Über die Eigenschaft PSEdition lässt sich bei Modulen abfragen, ob wie für Core, Desktop oder beide in Frage kommen. Diese Information muss aber in die Manifestdatei eingetragen werden, damit sie abgefragt werden kann
>Es gibt Cmdlets für den Umgang mit Markdown (sehr praktisch)
>Das Invoke-WebRequest-Cmdlet wurde verbessert
>Das Enable-PSSession-Cmdlet wurde verbessert
>Ein cd – führt zum letzten Verzeichnis zurück
>Ein cd– führt in das $Home-Verzeichnnis
>Für Update-Help muss die PowerShell nicht mehr als Administrator gestartet werden
>Ein [PSCustomObject]-Objekt besitzt jetzt eine Length- und Count-Eigenschaft

Bemerkenswert und im Grunde naheliegend ist, dass einige der Verbesserungen aus der Community stammen.

Die Beispiele zu einem Buch „Windows Server Administration mit PowerShell 5.1“

Die Beispiele zu einem Buch „Windows Server Administration mit PowerShell 5.1“ sind jetzt endlich komplett und stehen unter der folgenden Adresse bereit:

https://github.com/pemo11/WindowsServerAdminMitPowerShellBeispiele

Es hat ein wenig länger gedauert als geplant. Ich hoffe, dass niemand darauf gewartet hatte und mit dem Buch deswegen nichts anfangen konnte.

Der Download der Beispiele ist sehr einfach – Voraussetzung ist lediglich, dass Git für Windows installiert wurde. Dann steht das git-Kommando auch in einer PowerShell-Konsole zur Verfügung.

Schritt 1: Anlegen eines neuen Verzeichnisses – der Name ist egal

Schritt 2: Clonen des Repo durch Eingabe von

git clone https://github.com/pemo11/WindowsServerAdminMitPowerShellBeispiele

Die Beispieldateien werden damit in das Verzeichnis kopiert.

Ein paar Beispiele, in erster Linie aus den DSC-Kapiteln, können nicht direkt ausgeführt werden, da ein Computername fest verdrahtet ist.

Eine Zip-Datei folgt in Kürze.

PS: Für Fragen zu allen Themen, die direkt oder indirekt etwas mit dem Buch zu tun haben: Es gibt in diesem Blog auch ein Forum.

PowerShell Conference Europe 2018 vom 17. bis 20.4.2018 in Hannover – die Agenda steht

Seit ein paar Tagen steht die Agenda für die nächste PowerShell Conference Europe 2018 fest, die vom 17. bis 20.4.2018 wie üblich in Hannover stattfinden wird.

Alles weitere gibt es hier: http://www.psconf.eu/

Auch wenn die Agenda noch ein paar freie Slots enthält, soviel steht bereits fest. Wie im letzten Jahr wird Jeffrey Snover die Eröffnungsrede halten und sicher sowohl am Abend als vermutlich auch an den anderen Tagen der Konferenz in Person anwesend sein, so dass es jede Menge Gelegenheiten geben wird sich mit dem Erfinder der PowerShell persönlich zu unterhalten oder das obligatorische Selfie zu schießen.

Ein weiteres Highlight ist die Anwesenheit vom Matt Graeber, einem Sicherheitsexperten, der PowerShell als Tool für den Umgang mit Exploits auserkoren hat und einige faszinierende Functions geschrieben hat, die tief in das Windows-Betriebssystem eingreifen.

Ansonsten sieht es so aus als wäre das PowerShell-Team aus Redmond nicht so zahlreich vertreten wie im letzten Jahr. Ein Themenhighlight wird sicher der Vortrag zu „DSC Core“ sein, der nächsten Version von DSC, die anders als ihre Vorgänger losgelöst von .NET Framework und PowerShell entwickelt wird.

Darüber hinaus gibt es den üblichen Mix an interessanten Themen und Vorträgen von den PowerShell-Gurus aus dem Aus- und Inland. Es ist ja eine europäische Konferenz. Mit Ravikanth C ist auch ein Sprecher aus dem fernen Indien mit dabei.

Die Konferenz geht dieses Mal über vier Tage. Entsprechend wurde der Preis angehoben. Die Teilnahme kostet jetzt 1.399€ plus Mwst. Auf der einen Seite ein stolzer Preis, auf der anderen Seite kostet soviel in der Regel auch der dreitägige MOC 10962 Advanced Automated Administration with Windows PowerShell bei vielen Anbietern. Geht man von meiner Erfahrung aus, dass solche Aufbaukurse nur selten zustande kommen, ist die Konferenz die Gelegenheit das eigene PowerShell-Know how zu vertiefen, Kontakte zu knüpfen, sich auszutauschen und an den Abenden einfach Spaß zu haben.

Der PowerShell Summit 2018, der in ersten April-Woche in der Nähe von Seattle in den USA stattfinden wird, ist bereits ausverkauft.

PowerShell 6.0 Core ist offiziell

Den Blog-Eintrag des PowerShell-Teams wird sicherlich jeder schon gelesen haben:

https://blogs.msdn.microsoft.com/powershell/2018/01/10/powershell-core-6-0-generally-available-ga-and-supported/

Die Open Source-Version der PowerShell ist unter dem Namen PowerShell Core 6.0 endlich offiziell. Das PowerShell-Team hat damit eine herausragende Arbeit abgeliefert. Herzlichen Glückwunsch!

Für alle Fälle die Downloadadresse für alle Versionen:

https://github.com/PowerShell/PowerShell/releases

Die wichtigste Nachricht für alle Administratoren, die die PowerShell in erster Linie als Werkzeug für die Windows-Administration sehen: Die Windows PowerShell 5.1 (und auch die ISE) wird es „ewig“ als fester Bestandteil von Windows geben, die neue PowerShell kann problemlos parallel betrieben werden. Anders als die Windows PowerShell wird sie als portable Anwendung in das Programme-Verzeichnis kopiert. Damit wäre es z.B. auch kein Problem, die Version 6.0 parallel zu einer Version 6.1 zu betreiben, die irgendwann als Nachfolger auf der Bildfläche erscheinen wird.

Die neue PowerShell 6.0 – jetzt sogar mit einer Art Maskottchen


Auch wenn die neue PowerShell 6.0 in naher Zukunft eher eine Randnotiz sein wird, da ihr im Vergleich zur PowerShell 5.1 ein paar wichtige Funktionalitäten zwangsläufig fehlen (Stichwort: WMI oder Kleinigkeiten wie ein Get-LocalUser-Cmdlet) und es unter Windows für Administratoren eigentlich keinen Grund gibt sie zu verwenden, markiert sie einen Meilenstein in der Entwicklung der Microsoft Systemadministrationstools.

Bemerkenswert ist die neue PowerShell weniger aufgrund irgendwelcher Eigenschaften (sie kann bis auf die SSH-Unterstützung für PS-Remoting ja deutlich weniger als die PowerShell 5.1), sondern durch die Art und Weise wie das PowerShell Team unter der Leitung von Joey Aiello das Open Source-Projelt umgesetzt haben.

Natürlich ist das erst der Anfang. Zusammen mit der Community wird die PowerShell in den kommenden Jahren immer besser. The sky is the limit.

Silvesterfeuerwerk über Leipzip

Die Open Source-PowerShell 6.0 Core ist endlich fertig – ein Dank an das PowerShell-Team und die Community

Aus aktuellem Anlass: Spectre und Meltdown-Check per PowerShell-Modul

Man glaubt zwar immer nach den „Skandalen“ der jüngsten Vergangenheit, dass es in Bezug auf Sicherheitslücken in IT-Systemen nicht schlimmer kommen kann, aber dann kommt es doch noch schlimmer. Ein Fehler auf der Ebene der CPU (Stichwort: „Speculative Execution side-channel attacks“), der Angreifern theoretisch einen Lesezugriff auf eigentlich geschützte Bereiche des Arbeitsspeichers ermöglicht, ist für mich ein Super-GAU. Da hilft auch alles Relativieren nichts. Auch wenn sich konkrete Schadensfälle in Grenzen halten werden, da weltweit die Mehrheit der Systeme in den nächsten Tagen ein Update erhält, ist die psychologische Auswirkung mehr als bedenklich.

Wozu sich noch um Sicherheitskonzepte, Benutzerkonten, Tokens und Claims Gedanken machen, wenn die komplette Sicherheit durch ein Einfallstor ausgehebelt wird, das in Zukunft immer wieder auftreten kann. Das ergibt sich aus der enormen Komplexität moderner CPUs. Hinzu kommt, dass der Fehler offenbar schon viele Jahre existierte und offenbar erst kurzem von einem Forscherteam der TU Graz entdeckt wurde als sie gehäuft aufgetretene Angriffsszenarien näher untersuchten.

Da über die Thematik in den letzten Tagen schon sehr viel geschrieben wurde, will ich nicht auch noch meinen Senf basierend auf Halbwissen und Vermutungen dazu geben. Auf Spiegel Online habe ich eine gute Zusammenfassung gefunden:

http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/spectre-und-meltdown-die-wichtigsten-antworten-zu-den-schwachstellen-in-prozessoren-a-1186193.html

Ansonsten natürlich Heise-News mit einem ausführlichen und sehr lesenswerten Artikel von Andreas Stiller, Golem.de usw.

In ein paar Wochen dürfte das Thema ohnehin wieder vergessen sein. Wer macht sich denn aktuell noch über die Bedrohungen des letzten Jahres wie „WannaCry“ und die daraus eigentlich zu ziehenden Konsequenzen Gedanken? Bis zum nächsten Störfall will man vermutlich möglichst wenig Grundsätzliches in Frage stellen.

Wer testen möchte, ob eine CPU anfällig ist für Spectre und Meltdown kann ein PowerShell-Modul von Matt Miller von der PowerShell Gallery installieren, das Microsoft seit dem 4. Januar 2018 zur Verfügung stellt. Voraussetzung ist PowerShell ab Version 5.0. Und natürlich muss die Skriptausführung möglich sein. Wer sich bislang den Luxus gönnte mit einer älteren PowerShell-Version zu arbeiten, muss das Modul als Zip-Datei direkt von der Projektseite herunterladen, „entsperren“ und dann die beiden Dateien in ein in einem Modul-Verzeichnis zuvor angelegtem Verzeichnis mit dem Namen „SpeculationControl“ kopieren.

Eine Projektseite für das Windows 10-Modul habe ich leider nicht gefunden, in der TechNet Script Gallery gibt es das Modul für Windows Server 2016 als Download:

https://gallery.technet.microsoft.com/scriptcenter/Speculation-Control-e36f0050

Das Modul lässt sich natürlich auch unter Windows 10 verwenden.

Liegt PowerShell ab version 5.0 vor, genügt ein

Install-Module -Name SpeculationControl  -Scope CurrentUser -Force

Das Modul wird dadurch nach %userprofile%\documents\windowspowershell\modules kopiert, so dass die PowerShell nicht als Administrator gestartet werden muss.

Anschließend wird die einzige Function wie folgt aufgerufen:

Get-SpeculationControlSettings

(für VMWare ist offenbar ein Patch erforderlich: https://twitter.com/lamw/status/949662333038559232)

Die Ausgabe des Befehls ist relativ technisch und mit zahlreichen Fachbegriffen versehen, man muss sie daher interpretieren können. Vereinfacht gilt, dass ein „false“ schlecht, ein „true“ gut. Hat man die aktuellen Patches (vor allem KB4056892) installiert, sollte die Mehrheit der Einstellungen einen true-Wert besitzen.

Microsoft beschreibt die Ausgaben auf der folgenden Webseite:

https://support.microsoft.com/de-de/help/4073119/protect-against-speculative-execution-side-channel-vulnerabilities-in

Das von Microsoft zur Verfügung gestellte Sicherheitsupdate hat die Nummer KB4056892. Wie es aussieht, muss es aktuell (Stand: 9/1/2018) bei Windows 10 noch direkt geladen werden:

http://www.catalog.update.microsoft.com/Search.aspx?q=KB4056892

Damit ein Virenscanner das Update nicht verhindert, gibt es unter der folgenden Adresse eine Liste mit Problemlösungen bei den einzelnen Produkten:

https://docs.google.com/spreadsheets/d/184wcDt9I9TUNFFbsAVLpzAtckQxYiuirADzf3cL42FQ/htmlview?sle=true#gid=0

Wie die Meltdown-Abfrage remote ausgefürt wird, wird unter der folgenden Adresse ausführlich beschrieben:

https://blogs.technet.microsoft.com/ralphkyttle/2018/01/05/verifying-spectre-meltdown-protections-remotely/

Mit der Schadensbegrenzung dürften die zuständigen Admins ein paar Tage beschäftigt sein. Insofern hat das neue Jahr „vielversprechend“ begonnen;)

Start-2018 – oder alles Gute in 2018

Nach meinen Weihnachtswünschen nun auch die wie immer von Herzen kommenden Wünsche zum neuen Jahr.

Start-2018

Start-2018 (Bildnachweis: Oliver Le Moal/IStockphoto.com)

Der Umstand, dass in Deutschland die Wirtschaft nach wie vor auf Wachstum ausgerichtet ist, dürfte sich auch positiv auf die IT-Branche auswirken. Bei Microsoft könnte es offenbar besser nicht laufen. Das Unternehmen hat die Gewinnnprognosen der Analysten im Jahr 2017 in jedem Quartal übertroffen, seinem geschätzten Börsenwert zufolge ist es das drittwertvollste Unternehmen weltweit nach Apple und Google, der Aktienkurs steigt und steigt, scheinbar hat man alles richtig gemacht.

Dieses Jahr kommen der Nachfolger von Windows Server inklusive zweier Updates, vermutlich wieder jede Menge neuer Azure-Dienste und vielleicht ein faltbares Surface-Notebook. Trotzdem sollte man gleich den Hörer auflegen falls einem eine vermeintliche Microsoft-Mitarbeiterin am Telefon ein Sicherheitsupdate installieren oder etwas gegen das zu lautes Gebläse unternehmen will (http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.az-serie-vorsicht-betrueger-20-stunden-in-den-faengen-der-microsoft-betrueger.ce529473-cf22-4e6d-87fb-5b5d9999c36c.html).

Das positive wirtschaftliche Umfeld dürfte sich auch positiv auf IT-Projekte in Unternehmen und Behörden auswirken. IT-Mitarbeiter sind gefragt und fehlendes Personal könnte sich langsam als Flaschenhals bei größeren Projekten erweisen.

Was die PowerShell angeht so sieht ebenfalls alles ganz entspannt aus:

>WMF 5.1 und damit auch die ISE werden nicht mehr funktional weiterentwickelt, bleiben aber immer ein fester Bestandteil von Windows

>Die Entwicklung fokusiert sich auf die PowerShell 6.0, die voraussichtlich bis Ende Januar offiziell verfügbar sein wird, gleichzeitig beginnt die Weiterentwicklung mit der Version 6.1. Diese PowerShell wird immer als separater Download verfügbar sein, nicht mehr als Update.

>Die PowerShell 6.0 ist aber funktional nur eine Untermenge der Version 5.1, da alles Windows-spezifische nicht dabei ist. Dazu gehören nicht nur die Registry, Systemdienste und WMI, auch eher profane Cmdlets wie Rename-Computer oder auch ConvertFrom-String. Insgesamt gibt es in der aktuellen Version nur knapp 200 Cmdlets was mich ein wenig an die PowerShell 1.0-Zeiten erinnert. Dafür läuft diese Version auch auf einem Rasberry PI.

>Insgesamt hat sich die Weiterentwicklung der PowerShell in den letzten zwei bis drei Jahren stark verlangsamt. Ein Grund ist natürlich, dass das PowerShell-Team mit der Umstellung auf Open Source voll beschäftigt war. Darunter leiden auch andere Projekte (u.a. das vielversprechende Phosphor-Projekt, das offenbar über die Initialversion noch nicht herausgekommen ist – hier ist natürlich auch die Community gefragt!)

>Im April wird es in Hannover wieder eine PowerShell Conference Europe geben (http://www.psconf.eu/). Themen und Sprecher dürften bis Ende Januar feststehen.

Ich wünsche allen, die diesen Blog-Eintrag im Januar lesen, ein gesundes und glückliches Jahr 2018!

Vielleicht sehen wir uns bei einer PowerShell-Schulung in München, Nürnberg, Hamburg oder Stuttgart,

Peter Monadjemi

Nächstes Treffen der PowerShell User Group Stuttgart und Umgebung am 30.11.2017 Globalways/Gropiusplatz 2

Es gibt sie noch, die PowwerShell User Group Stuttgart, auch wenn es die letzten Monate eventuell etwas ruhig war um sie bzw. Facebook und Webseite nicht auf dem aktuellen Stand sind.

Und wann ist das nächste Treffen? Ganz einfach, bis auf Weiteres immer am letzten Donnerstag eines Monats. Wo erfahre ich mehr? Immer auf Meetup, also unter

https://www.meetup.com/de-DE/PowerShell-Usergroup-Stuttgart/

Eingeladen ist jeder, der sich für die PowerShell als ein enorm vielseitiges einsetzbares Werkzeug für die Adminstration unter Windows und neuerdings auch Linux interessiert.

PowerShell-Usergroup-Treffen mit PowerShell-Prominenz am 16.9.2017

Am Samstag, den 16.9.2017 findet von 9 (!) bis 18 Uhr in Stuttgart (oder in der näheren Umgebung) erstmals ein PowerShell-Saturday mit einer Reihe interessanter Vorträge statt. Auf der Sprecherliste stehen mit Chrissy LeMaire und Rob Seweel zwei bekannte Köpfe aus der internationalen PowerShell-Community.

Der Ort für die Veranstaltung steht noch nicht fest, da er von der Teilnehmerzahl abhängt. Es wäre daher gut, wenn sich jeder Interessierte möglichst bald (am besten Jetzt) anmelden würde:

https://www.eventbrite.com/e/powershell-saturday-stuttgart-tickets-36601493051

Die Liederhalle muss glaube ich nicht angemietet werden, aber es wäre schön, wenn die Veranstaltung auch tatsächlich im Großraum Stuttgart stattfinden würde.

Neben den angekündigten Vorträgen hat jeder, der kommt, wie immer die Gelegenheit etwas Eigenes (sofern es mit PowerShell zu tun hat) vorzustellen.