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Bericht vom 1. Treffen der PowerShell User Group Stuttgart – und ein paar Tipps zum Umgang mit Hashtables

Am 12.1.2017 fand das erste Treffen der PowerShell User Group Stuttgart statt. Gastgeber waren die Firma Microsoft, die uns einen Raum in ihren schönen Firmenbüro in Vaihingen bei Stuttgart zur Verfügung stellte. Wenn ich mich nicht verzählt habe, waren wir insgesamt zu neunt, so dass die magische Grenze von 10 knapp verfehlt wurde. Aber für das erste Treffen, dessen Termin zudem so kurzfristig angesetzt wurde, war das bereits ein guter Anfang.

Nachdem Friedrich anhand eines von ihm entwickelten „Frameworks“ für die Rechnerkonfiguration, das er in seiner Firma einsetzt, einige recht spezielle Techniken vorgestellt hatte, unter anderem eine auf eigenen Attributen basierende Parametertyp-Konvertierung, gab ich einen Überblick über das Thema Hashtable, das in meinen Schulungen in der Regel eine gewisse Verständnishürde darstellt – inzwischen war es bereits 21 Uhr 20, so dass das ganze Treffen etwas länger ging als geplant. Kurz nach 22 Uhr war dann Schluss.

Noch ein Nachtrag zu einem meiner Beispiele, in der ich eine Hashtable mit einigen Tausend Datensätzen so ansprechen wollte, dass der Datensatz über eine Zahl ausgewählt wird, die die Rolle der Id des Datensatzes spielt.

Der folgende Befehl hat leider nicht funktioniert:

8000 ist der Wert eines Schlüssels. Der Befehl gab, sooft ich es auch probierte, einfach nichts zurück. Da es bereits etwas später war (und die Raumtemperatur für meinen Geschmack deutlich zu hoch eingestellt war) gab ich es dann auf. Die naheliegende Lösung $Liste[8000].Nachname war mir etwas zu trivial, da es auch anders gehen sollte.

Heute habe ich mich noch einmal auf die Suche nach einer Lösung gemacht und bin hier fündig geworden: http://blog.danskingdom.com/accessing-powershell-variables-with-periods-in-their-name.

Die Lösung besteht darin, den Index in runde Klammern zu setzen:

Und da wir gerade dabei sind: Einträge zu eine Hashtable per += hinzufügen ist deutlich langsamer als per Add-Methode.

Das erste Treffen der neuen PowerShell User Group Stuttgart fand in den Räumen von Microsoft in Vaihingen statt

Frohe Weihnachten…

Ich wünsche allen Lesern dieses Blogs frohe, sorgenfreie und gesegnete Weihachten und einen guten Start in das neue Jahr 2017.

Speziell was das Thema PowerShell angeht wird es wie fast in jedem Jahr auch 2017 abwechslungsreich bleiben. Mit SSH und einer „PowerShell 6.0“ auf allen Plattformen kommt ein neues Thema dazu, andere Themen wie Testen von Skripten, DSC-Ressourcen und allgemein Einstellungen mit dem Pester-Modul oder generell die Bedeutung einer „Release-Pipeline“ für Skripte und DSC-Ressourcen werden an Bedeutung zunehmen. Interessant wird es sein zu beobachten inwieweit Cloud-Angeboote wie Microsoft OMS (Operations Management Suite), mit der sich Windows Server überwachen lassen, auch in Deutschland angenommen werden.

Mein neues zur Buch zur PowerShell 5.0 wird auch hoffentlich im ersten Quartal erscheinen, so dass mir schon alleine aus diesem Grund die Arbeit nicht ausgehen wird.

Vielleicht sehen wir uns 2017 auf einer PowerShell-Schulung oder auf einem Treffen der PowerShell User Group, z.B. am 12.1.2017 in Stuttgart.

Ihr
Peter Monadjemi

eBook zum Thema PowerShell und Azure

Unter GitHub gibt es seit kurzem ein eBook, das den Einsatz der PowerShell im Zusammenspiel mit Azure sehr schön beschreibt:

https://github.com/gitralf/ersteschritte/blob/master/Azure_PowerShell_Erste_Schritte.pdf

Der Autor ist Ralf Wiegand, der bei Microsoft Deutschland für das Thema „Deutsche Cloud“ zuständig ist. Seinen Blog findet ihr unter https://blogs.technet.microsoft.com/ralfwi/.

10 Jahre PowerShell – Zwischenbilanz und ein Blick in die Zukunft

Am 14. November 2016 wurde die PowerShell 1.0 offiziell als Download freigegeen – damals noch etwas unfertig mit gerade 139 Cmdlets, ohne (direkte) AD-Unterstützung, ohne Module, ohne PS-Remoting, aber mit einer vollständigen Hilfe. Es hat ein paar Jahre gedauert bis sie von den Administratoren angenommen wurde, heute hat sich sie als ein Allround-Werkzeug etabliert, das in einigen Bereichen (Exchange Server) sogar alternativlos ist. In den Jahren ist die Funktionbalität stark angewachsen – alleine von Microsoft dürften die verschiedenenen Produktteams einige Tausend Cmdlets und Functions entwickelt haben (es ist zudem erstaunlich, wie viele PowerShell-Skripte bereits bei Windows 7 dabei waren und unbemerkt von den meisten Anwendern in den tiefen vom System32-Verzeichnis ihr Schattendasein fristeten).

Natürlich ist Quantität nicht autommatisch gleich Qualität, aber bei der PowerShell stimmt das Verhältnis. Das bei den von Microosft produzierten Cmdlets nur sehr wenig „Füllmaterial“ dabei ist macht der Umstand deutlich, dass Cmdlets für das Ein- und Auspacken von Zip-Dateien erst mit der Version 5.0 dazu kamen.

Mit der PowerShell hat sich der geistige Vater Jeffrey Snover, der bei Microsoft inzwischen nicht nur zum „Distinguished Engineer“ ernannt wurde, sondern seit ein paar Jahren auch die Windows Server-Gruppe leitet, ein Denkmal geschaffen.

Ich erinnere mich noch ganz gut als ich mich sehr früh morgens zu eimem Vortrag aufmachte, der anläßlich des Microsoft IT Forums im November 2006 in Barcelona stattfand, nur um aus erster Hand etwas über die neue PowerShell zu erfahren. Anstelle eines typiscchen jung-dynamischen Microsoft-Sprechers stand da ein etwas älterer Typ mit einer Krawatte (!) in einem Raum, der eher an einem Hörsaal erinnerte, hinter einem Tisch und redete mit eher monotoner Stimme. Die kleine Enttäuschung legte sich jedoch schnell wieder. Seit Jahren sind seine Vorträge, etwa der Klassiker „PowerShell Unplugged“, für mich ein Highlight auf jeder Microsoft-Konferenz, ob TechEd (z.B. jene, die 2009 in Berlin stattand, die PowerShell 2.0 war gerade erschienen, so dass der Vortrag voller Neuerungen war, auf die man lange gewartet hatte), Build oder jetzt Ignite. Alle diese Vorträge gibt es kurz danach auf Channel 9, so dass man längst nicht mehr irgendwo hin reisen oder gar früh aufstehen muss.

Wer sich auf kleine Reise in die Vergangenheit begeben möchte, findet auf Channel 9 sogar noch ein Interview mit Jeffrey Snover aus dem Jahr 2006:

https://channel9.msdn.com/showpost.aspx?postid=256994

Heute am 14. November begeht das PowerShell-Team das Jubiläum mit einer ganztägigen Konferenz, die auf Channel 9 live übertragen wird, und die einige ausgefallene Vortragsthemen umfasst:

https://channel9.msdn.com/Events/PowerShell-Team/PowerShell-10-Year-Anniversary

Neben Mitgliedern des Entwicklerteams werden auch paar PowerShell-Promis wie Ex-Scripting Guy Ed Wilson, Don Jones und Chrissy Le Mare (u.a. bekannt für die SQL Server Dba Tools) mit dabei sein.

Dazu noch ein Buchtipp mit Nostalgie-Faktor: Das Buch „Introducing the MSH Command Shell and Language“ von Andy Oakley war das allererste Buch zur PowerShell. Es ist auch über 12 Jahre später immer noch lesenswert, u.a. beschreibt der Autor wie man es schafft eine Konsolenausgabe in verschiedenen Farben auszugeben. Das Buch gibt es bei Amazon bereits ab 1 Cent – für echte PowerShell-Fans eigentlich ein „Must have“.

Es ist bemerkenswert, dass der 14.11 auch der 300te Todestag des deutschen Philosophen Gottfried Wilhelm Leibniz ist. Was hat ein Philosoph mit der PowerShell zu tun? Als Codenamen für die spätere PowerShell wählte Jeffrey Snover das Wort „Monad“ als Referenz auf die Theorie der Monaden des großen deutschen Denkers. Demnach ist ein Monad das kleinste Element, aus dem alles Leben und alle Materie besteht. Von Leibniz wird auch überliefert, dass er über sich selbst sagte: „Beim Erwachen hatte ich schon so viele Einfälle, dass der Tag nicht ausreichte, um sie niederzuschreiben.“ Wäre da nicht das selbst auferlegte „To ship is to choose“-Mantra des PowerShell-Teams, würde das im übertragenen Sinne auch auf Jeffrey Snover und seine Entwickler zutreffen.

Neu: Der PoshAdmin-Newsletter

In Kürze biete ich einen Newsletter mit Tipps rund um den Einsatz der PowerShell und aktuellen Infos an, etwa zu neuen Modulen oder aktuellen Neuerungen der PowerShell.

Als Newwsletter-Programm verwende ich MailChimp – da das Thema für mich absolutes „Neuland“ ist, kann es sein, dass das Ganze am Anfang noch etwas unrund läuft. Der erste Newsletter soll Anfang Dezember erscheinen.

Die Anmeldung zu dem Newsletter ist bereits über den Link in der Kopfleiste möglich. Der erste Anmelder erhält von mir mein PowerShell 4.0-Buch als kleines Dankeschön (der Rechtsweg ist natürlich ausgeschlossen;)

PowerShell Monday – eine rundum gelunges Usergroup-Treffen, das hoffentlich wiederholt wird

Der erste PowerShell Monday (nach Angaben des Co-Organisators Christian Lehrer sogar der erste weltweit), der am 22.8.2016 in München stattfand, war eine überaus gelungene Veranstaltung. Auch wenn Mathias Jessen leider nicht kommen konnte, da er seinen Flug offenbar verpasst hatte und der Ersatzflug gestrichen wurde, gab es zu keiner Minute einen Leerlauf. Die Agenda war sehr gut zusammengestellt von erstem Vortrag zum Thema Pester von Andreas Platt bis zum letzten Vortrag des Abends mit Scripting Guy Ed Wilson, der mit seiner Frau Theresa wieder einmal auf „Europa-Tournee“ ist. Die anfänglichen Beamer-Probleme gehören einfach dazu und kommen laut Jeff Wouters auch auf einer TechEd vor.

Organisiert wurde der PowerShell Monday von der PowerShell User Group Südwest. Die Veranstaltung fand in München in den Räumen der Firma Acentrix statt, die freundlicherweise nicht nur die Räume zur Verfügung stellte, sondern auch die Getränke und am frühen Abend mehrere Wagenrad großen Pizzen sponsorte. Mit über 30 Teilnehmern (es können auch ein paar mehr gewesen sein) war die Veranstaltung sehr gut besucht.

Der thematische Höhepunkt war der Vortrag von Ed Wilson, der seit November letzten Jahres nicht mehr im PowerShell-Team, sondern in der noch relativ jungen Produktgruppe Microsoft Operation Management Suite (OMS) arbeitet. In seinem Vortrag stellte er das erst im letzten Jahr auf der Ignite-Konfeenz vorgestellte Produkt ausführlich vor. OMS ermöglicht die Server-Administration im Rahmen des Azure-Portals und stellt damit eine Alternative zum System Center Configuration Manager dar, der in der kommenden Version 2016 noch „clound-freundlicher“ werden soll.

Die wichtigste Aussage ist, dass OMS für bis zu 5 Server kostenlos ist und dies auch uneingeschränkt bleiben soll. Weitere Infos gibt es unter der leicht zu merkenden URL

http://www.microsoft.com/oms

Die von Amanda Debler (Office 365 und Skype for Business) aufgezeichneten Videos soll es in ca. 2 Wochen auf YouTube geben. Ed Wilson will seine Folien zum Thema OMS nach Abschluss seiner Konferenzreise zur Verfügung stellen.

Ein kleines Highlight war eine Skype-Videokonferenz mit PowerShell-Erfinder Jeffrey Snover, der noch einmal auf die Gründe einging aus der PowerShell ein Open Source-Projekt zu machen und erwähnte nebenbei, dass die nächste Version SSH als Alternative zu WsMan für PowerShell Remoting verwenden wird. Ein nettes Detail am Rande war, dass er sich auf einer Linux-Konferenz befand, um die PowerShell for Linux vorzustellen, und aus Rücksichtnahme auf die Konferenzteilnehmer auf seine traditionelle bunte Krawatte verzichtete (für Heiterkeit sorgte seine Anmerkung, dass die Leute etwas anders sind als er es von Microsoft-Konferenzen gewohnt ist, und dass er auf der Konferenz einen Typ gesehen hatte, der nur einen grünen Umhang (Toga) trug).

Für mich persönlich war es sehr schön endlich Ed Wilson in Deutschland zu treffen – er war schon öfter bei PowerShell UserGroup-Treffen anwesend, aber ich war aus den verschiedensten Gründen nie dabei. Ed ist ein sehr humvorvoller Mensch, der eine enorme Freude an seiner Arbeit hat und sehr viel Erfahrung in den unterschiedlichsten Gebieten hat, die etwas mit Windows-Administration und Scripting zu tun haben. Wer seine „Hey, Scripting Guy“-Kolummne kennt, wird dies sicher bestätigen.

Alle Infos zum PowerShell Monday gibt es unter der folgenden Adresse: http://www.psmonday.eu/

PowerShell ist Open Source!

Die PowerShell ist ab heute (18.8.2016) eine Open Source-Anwendung unter einer MIT-Lizenz. Eine allzu große Überraschung war die heutige Ankündigung allerdings nicht mehr, da das PowerShell-GitHub-Portal schon vor einigen Monaten online ging und durch die Verzeichnisstruktur klar war, dass hier nicht nur die Dokumentation (die inzwischen größtenteils auch in Deutsch verfügbar ist) abgelegt werden würde.

Trotzdem war es ein besonderer Moment für mich als ich heute die Mail mit der Benachrichtigung erhielt, dass der Vorschlag „PowerShell for Linux“ auf UserVoice mit 341 Stimmen angenommen wurde:

https://windowsserver.uservoice.com/forums/301869-powershell/suggestions/11689284-powershell-core-for-linux?tracking_code=ef3c9635de7f3bd3006f28db48a0eac9

Ab heute steht eine erste Vorabversion (Alpha) einer Open Source-PowerShell 6.0 für Mac OS X, verschiedene Linux-Distributionen (u.a. Ubuntu und CentOS) und für Windows zur Verfügung. Die Quellen stehen im GitHub-Portal zur Verfügung:

https://github.com/PowerShell

In einem Channel 9-Video stellt PowerShell-Erfinder Jeffrey Snover die aus seiner Sicht wichtigste Neuerung seit der Ankündigung der Version 1.0 ausführlich vor:

https://channel9.msdn.com/Blogs/hybrid-it-management/PowerShell-on-Linux-and-Open-Source

Setup der Open Source-Version der PowerShell unter MIT-Lizenz

Setup der Open Source-Version der PowerShell unter MIT-Lizenz

Die Open Source-PowerShell in der frühen Vorabversion unter Windows 10

Die Open Source-PowerShell in der frühen Vorabversion unter Windows 10

PowerShell User Group-Treffen mit Scripting Guy Ed Wilson am 22.8.2016 in München

Ein sehr attraktives Programm hat die PowerShell User Group Südwest für das nächste Treffen unter dem Motto „PowerShell Monday“ am 22.8.2016 in München zusammengestellt. Neben Andreas Patt (Pester), Amanda Debler (Office 365 und Skype for Business), Mathias Jessen (JEA), Rob Sewell (Datenbanken) und PowerShell MVP Jeff Wouters (Nanoserver) wird Scripting Guy Ed Wilson zum Thema DSC und Operation Management Server (OMS) den Tag abrunden.

Das Treffen beginnt um 13 Uhr und findet in München bei folgender Adresse statt:

Acentrix GmbH
Ingolstädter Str. 20, 4. Stock,
80807 München

Weitere Infos und Details zur Anmeldung gibt es hier: http://www.psmonday.eu/

Heute ist wieder Sysadmin Appreciation Day

Seit einigen Jahren ist der letzte Freitag im Monat Juli der „Sysadmin Appreciation day“. Da an diesem Tag vermutlich nur wenige Menschen ihrem „Admin“ sagen dürften wie toll sie seine Arbeit finden, feiern sich die Admins einfach selber was eine schöne Idee ist (in Zeiten wie diesen sollte man mehr feiern und Selbstverständlichkeiten wie den Umstand, dass man einer Tätigkeit nachgehen kann, die einem Spaß macht, etwas mehr würdigen).

Trotz aller Veränderungen der letzten Jahre, erfahrene Admins werden auch im Zeitalter der Cloud mehr gebraucht denn je. Allerdings darf man nicht erwarten, dass sich das Tätigkeitsfeld nicht ändert. Ob es Jeffrey Snover gelingen wird, den „Click Next Admin“ abzuschaffen werden die nächsten Jahre zeigen, definitiv wird es in fünf Jahren andere Schwerpunkte geben. Die Cloud gehört mit Sicherheit dazu.

Einen guten Überblick geben die Bücher, die auf verschiedene Microsoft-Zertifizierungen vorbereiten sollen, z.B.

https://www.microsoft.com/de-de/learning/exam-70-346.aspx

Wer noch Gründe zum Feiern sucht, wird unter der folgenden Adresse vielleicht fündig:

http://www.sys-admin-day.de/

Ich wünsche den Lesern dieses Blogs und allen Admins, die ich ihn meinen Schulungen kennengelernt habe, einen schönen „Admin-Tag“ und möchte an dieser Stelle noch einmal betonen, dass ich Ihre/Eure Arbeit sehr zu schätzen weiß.