Archiv für den Monat: Dezember 2016

Frohe Weihnachten…

Ich wünsche allen Lesern dieses Blogs frohe, sorgenfreie und gesegnete Weihachten und einen guten Start in das neue Jahr 2017.

Speziell was das Thema PowerShell angeht wird es wie fast in jedem Jahr auch 2017 abwechslungsreich bleiben. Mit SSH und einer „PowerShell 6.0“ auf allen Plattformen kommt ein neues Thema dazu, andere Themen wie Testen von Skripten, DSC-Ressourcen und allgemein Einstellungen mit dem Pester-Modul oder generell die Bedeutung einer „Release-Pipeline“ für Skripte und DSC-Ressourcen werden an Bedeutung zunehmen. Interessant wird es sein zu beobachten inwieweit Cloud-Angeboote wie Microsoft OMS (Operations Management Suite), mit der sich Windows Server überwachen lassen, auch in Deutschland angenommen werden.

Mein neues zur Buch zur PowerShell 5.0 wird auch hoffentlich im ersten Quartal erscheinen, so dass mir schon alleine aus diesem Grund die Arbeit nicht ausgehen wird.

Vielleicht sehen wir uns 2017 auf einer PowerShell-Schulung oder auf einem Treffen der PowerShell User Group, z.B. am 12.1.2017 in Stuttgart.

Ihr
Peter Monadjemi

Das Ende meiner Loseblatt-Sammlung, das Ende einer Ära und das fehlende Schlusswort der letzten Aktualisierung

Vor einigen Tagen kam die letzte Aktualisierung der Loseblattsammlung mit dem Titel „Automatisierte Administration mit Scriptsprachen unter Windows NT 4.0/2000, 2003 und 2008“, für die ich über 10 Jahre als Herausgeber beim WEKA Verlag (vormals Interest Verlag) in Augsburg zuständig war.

Loseblatt. Das weckt natürlich Erinnerungen an die späten 80er und frühen 90er Jahre und sicher nicht nur positive. Damals wurden die Loseblatt-Werke zu allen möglichen Themen rund um das Thema Computer in allen Magazinen mit großem Aufwand beworben. Die Angebote klangen auch verlockend – über 1.000 Seiten Praxis-Know how, zusammmengestellt von namhaften Experten, in zwei voluminösen A5-Ringbüchern für nur 59 DM (Preis fiktiv), jederzeit kündbar, Geldzurückgarantie usw. Der Preis war natürlich nur ein Lockangebot für ein Abonnement, das, sobald es zustande kam, nicht mehr ganz so einfach kündbar war. Die meisten Abonnenenten liessen ihr Abo vermutlich mehr aus Bequemlichkeit weiterlaufen und erhielten alle paar Wochen einen Schwung von Blättern im DIN A5-Format, die sie theoretisch selber in den großen Ringordner im A5-Format einsortieren sollten, den sie als Teil des Begrüßungspakets erhalten hatten. Damals, als Internet noch etwas war, das jemand im fernen Kalifornien erfunden hatte, war ein Loseblatt-Abo eine Gewähr dafür an jene Informationen zu kommen, die ansonsten nur mit sehr viel Aufwand erhältlich gewesen wären.

Spätestens vor 5 Jahren hätte das Loseblatt-Werk eigentlich „tot“ sein müssen, da es inzwischen auch jede Menge Angebote im Internet gab, die Informationen so aufbereiteten, dass sie aktuell, informativ und leicht konsumierbar waren. Mein Scripting-Handbuch hielt sich tapfer trotz stetig sinkender Abo-Zahlen – am Ende im unteren zweistelligen Bereich. Jetzt ist Schluss und ich denke, dass es insgesamt gut so ist, da ich es niemanden mehr zumuten möchte Informationen zur PowerShell oder Windows Server alleine aus dem Lesen von A5-Seiten zu beziehen.

Leider wurde in der letzten Aktualisierung vom Dezember diesen Jahres mein Schlusswort im Editorial nicht abgedruckt. Für den unwahrscheinlichen Fall, dass ein ehemaliger Abonnent diesen Blog-Eintrag lesen sollte, hier sind die Sätze, die ich gerne noch an die verbliebenen Leser gerichtet hätte:


Mit dieser Aktualisierung wird das Loseblattwerk Scripting eingestellt. Die erste Aktualisierung erschien im Jahr 2000. Damals waren Themen wie Hyper-V, System Center, Azure und auch PowerShell noch visionäre Themen. Heute, 16 Jahre später, sind sie Alltag für alle, die sich in ihrem beruflichen Umfeld mit Microsoft-Produkten im Server-Umfeld beschäftigen müssen. Konstant geblieben ist über die Jahre die Notwendigkeit sich weiterbilden zu müssen und dabei Spaß am Beschäftigen mit neuen Themen zu haben. Wer sich diese Fähigkeiten erhält, ist für alles was in Zukunft noch kommen mag gut vorbereitet. Und natürlich: Vielen Dank, dass Sie dem Werk so lange die Treue gehalten haben.