Archiv für den Monat: August 2018

Kleine Tipps für Zwischendurch: Namespaces mit using abkürzen

Ich war sehr überrascht als ich in einem Diskussionsthread zu PowerShell Core folgende Zeile fand:

Sollte es wie bei C# auch bei der PowerShell einen using-Befehl geben mit dem sich Namespacenamen abkürzen lassen? Gibt es diese praktische Abkürzung auch bei der Version 5.1.

Die Antwort ist ja, Namespaces lassen sich tatsächlich auf diese Weise abkürzen was gerade größere Skripte mit vielen Typenangaben deutlich übersichtlicher machen wird.

Dazu noch ein Beispiel.

Nicht spektakuär, aber auf alle Fälle eine praktische Erweiterung. Ich frage mich nur, wie ich sie bislang habe übersehen können.

Kleine Tipps für Zwischendurch: Warum beim Vergleich $null links stehen sollte

Wer mit Visual Studio Code scriptet oder öfter den PSScriptAnalyzer verwendet, was immer eine gute Idee ist, wird sich schon öfter über folgende Warnung gewundert haben:

$null should be on the left side of equality comparisons. (PSPossibleIncorrectComparisonWithNull)

Warum sollte es eine Rolle spielen, ob $null links oder rechts vom -eq Operator steht? In praktisch jeder Programmiersprache, spielt dies keine Rolle. Nun, PowerShell ist einigen Kleinigkeiten etwas anders („seltsam“ wäre als Umschreibung wohl etwas zu subjektiv;).

Hier ist ein kleines Beispiel.

Im ersten Schritt lege ich ein leeres Array an.

Die Variable $Zahlen ist eigentlich leer, daher sollte die folgende Abfrage einen $true-Wert liefern.

Es kommt aber weder $true noch $false heraus, es kommt gar nichts heraus. Was zunächst sehr seltsam erscheint (warum liefert ein Vergleich kein Ergebnis?), ergibt einen Sinn, wenn man das Prinzip des Vergleichs kennt. Da das Array leer ist, wird kein Vergleich durchgeführt. Also kein Ergebnis. Der Vergleich wird also nicht mit der Variablen $Zahlen durchgeführt, sondern mit allen Elementen des Arrays. Und da das Array kein Element enthält, wird kein Vergleich durchgeführt. Und damit resultiert kein Ergebnis. Was am Anfang eventuell noch als etwas seltsam erschien, ergibt jetzt einen Sinn. So sollte es sein.

Möchte man die Variable $Zahlen richtig vergleichen, muss $null auf der linken Seite stehen:

Jetzt wird das Array als Ganzes verglichen. Der Vergleich führt zu einem $false, da die Variable mit einem leeren Array einen Wert besitzt.

PowerShell Module schreiben – mit ein paar Tools geht es leichter

Das Schreiben eines PowerShell Moduls ist grundsätzlich nicht schwer. Im einfachsten Fall speichert man lediglich eine Ps1-Datei mit ein paar Functions als Psm1-Datei in ein leeres Verzeichnis und fertig ist das Modul. Möchte man es richtig machen, steckt eine Menge Arbeit dahinter (ich muss es wissen, denn in meiner Freizeit arbeite ich seit ein paar Wochen an meinem Osmium-Modul, das es in ein paar Wochen auf GitHub bzw. in der PowerShell Gallery geben wird).

Welche Tools Modulautoren unterstützen können, hat PowerShell-Experte David Christian in einem Blog-Eintrag zusammengestellt:

https://overpoweredshell.com//Tools-Module-Authors-Should-Leverage/

Kleine Tipps für Zwischendurch: ForEach-Wiederholung mit Zählvariable

Ein kleiner Nachteil der praktischen ForEach-Methode von Arrays ist, dass es keine Zählvariable gibt. Mit dem ++-Operator spart man sich zumindestens einen weiteren Befehl, der die Variable inkrementiert.

Tipp: Oracle Datenbanken per PowerShell ansprechen

Wer Oracle hört, denkt wahrscheinlich zunächst an hochpreisige Produkte und komplizierte Installationen. Das ist natürlich nur bedingt der Fall.

In jedem Fall ist der Zugriff auf eine Oracle DB per PowerShell sehr einfach. Voraussetzung ist, dass ODP.NET (z.B. als Teil der Developer Tools for Visual Studio) installiert wurde. Die Developer Tools installiert man auch dann, wenn kein Visual Studio vorhanden ist. In jedem Fall gibt es danach eine Assembly mit dem Namen Oracle.ManagedDataAccess.dll in dem Verzeichnis, in das die Developer Tools installiert wurden.

Das folgende kleine Beispiel geht von einer vorhandenen Datenbank aus. Benutzername und Kennwort sind natürlich frei erfunden. Wichtig ist nur, dass der Pfad der Dll-Datei stimmt.

Für eine konkrete Datenbankabfrage muss lediglich ein OracleCommand-Objekt angelegt, der CommandText-Eigenschaft ein SQL-Kommando zugeordnet und per ExecuteReader() ein DataReader geholt werden, der dann per Read() durchlaufen wird. Sollte alles kein Problem sein.

PS: Ein Listener muss dazu nicht mehr konfiguriert werden. Die Oracle DB läuft ohnehin nicht auf dem Computer, auf dem die Abfrage ausgeführt wird.