PowerShell unter Linux installieren – bei einem traditionellen Provider als Alternative zu einer Azure-VM

Die PowerShell unter Linux zu installieren macht inzwischen richtig Spaß und setzt dank einer nahezu idiotensicheren Anleitung für die wichtigsten Linux-Disributionen unter https://github.com/PowerShell/PowerShell auch keinerlei Linux- oder Bash-Kenntnisse voraus. Ein wenig PowerShell-Kenntnisse genügen;)

Auch wenn es naheliegend ist, die Linux VM unter Azure anzulegen, diese Variante besitzt einen Nachteil, der sich mal mehr oder weniger auswirkt: Azure ist aus meiner Sicht relativ teuer. Eine einfache Linux-VM mit 2 Core CPU und 3.5 GB RAM kostet ca. 50€ pro Monat. Natürlich gibt es preiswertere Varianten, aber das Arbeiten soll ja auch etwas Spaß machen. Deutlich preiswerter sind die meisten traditionellen Provider. Hier gibt es eine virtuellen Linux-Server mit vollen Root-Rechten ab 9.99€ (etwa bei Host Europe, bei dem ich z.B. diesen Blog hoste).

Wer jahrelang den Komfort von Azure gewöhnt war, muss bei einem traditionellen Provider erst einmal umdenken. Man bestellt den Server, bekommt kurz danach die Auftragsbestätigung, muss dann einen Auftrag zur Startkonfiguration starten und bekommen dann etwas später die Zugangsdaten (eine gewisse Überraschung war es, dass es aufgrund interner Hardwareprobleme ein paar Tage gedauert hat – dies ist zwar die absolute Ausnahme, kann aber offenbar passieren).

Sobald man die Zugangsdaten in Gestalt einer IP-Adresse und einem generierten Kennwort für das root-Konto erhalten hat, geht es genauso weiter wie bei einer Azure-VM. Als SSH-Client verwende ich seit kurzem das hervorragende MobaXTerm (https://mobaxterm.mobatek.net).

Eine Besonderheit ist noch erwähnenswert: Auf einem nackten Linux-System fehlt am Anfang einiges, u.a. auch curl und das Package für den Download via HTTPS. Beide Packages müssen per apt-get install nachinstalliert werden:

Anschließend wird die PowerShell nach Anleitung installiert. Der Programmname lautet neuerdings pwsh und nicht mehr „powershell“.

Aktuell (Stand: November 2017) ist immer noch die Beta-9. Ich bin gespannt, ob die Version 1.0, wie es auf der PowerShell-Konferenz in Hannover im Mai angedeutet wurde, tatsächlich noch in diesem Jahr kommt.

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