PowerShell Core 6.1 mit interessanten Neuerungen

Am Anfang fand ich die Idee gut, dann war ich etwas skeptisch, inzwischen bin aber überzeugt, dass PowerShell Core die Zukunft der PowerShell ist. Seit einigen Monaten arbeite ich nahezu ausschließlich mit PowerShell Core was mir insofern leicht fällt, da ich kein Administrator bin, der beruflich die PowerSHell einsetzt und damit auf Module angewwiesen ist, die sich unter PowerShell Code nicht nutzen lassen, wenngleich dies nur noch auf wenige Module zutreffen dürfte.

Im Windows-Umfeld bringt PowerShell Core nur wenige Vorteile. Im Gegenteil, bedingt durch den Umstand, dass „Core“ bedeutet, dass PowerShell Code auf .NET Core und nicht .NET Framework basiert und und in .NET Core 2.0 einige APIs fehlten, die von PowerShell-Commands vorausgesetzt werden, waren bestimmte Aufrufe, etwa WMI, einfach nicht möglich. Unter Windows ist das natürlich kein Thema, denn man bleibt ganz einfach bei der Windows PowerShell.

Microsoft wäre nicht Microsoft, wenn es seine Anmwender/Kunden nicht zu irgendetwas „zwingen“ würde. Wir sollen alle in die Cloud gehen, also gibt es bei Windows Server mit jeder Version weniger Innovationen (wenngleich auch Windows Server 2019 interessante Neuerungen enthält). Da in Zukunft nur noch PowerShell Core weiterentwickelt wird, sollen Administratoren in Zukunft eher mit diseser Version arbeiten. Da bei .NET Core in der Vergangenheit wichtige APis fehlten, die es nur unter Windows gibt, wurden diese in Gestalt der „Compatibilty Packs“ inzwischen nachgereicht. Damit ist auch bei PowerShell Core z.B. WMI wieder möglich. Natürlich nur unter Windows.

Trotzdem fallen mir nur wenige Gründe ein, warum ein Administrator unter Windows anstelle der Windows PowerShell PowerShell Core verwenden sollte.

Nachdem im Januar 2018 die Version 6.0 freigegeben wurde, erschien im September 2018, also etwa mehr als ein halbes Jahr später, die Version 6.1.

Sie wird im Blog des PowerShell-Teams ausführlich vorgestellt:

https://blogs.msdn.microsoft.com/powershell/2018/09/13/announcing-powershell-core-6-1/

und vorallem

https://docs.microsoft.com/en-us/powershell/scripting/whats-new/what-s-new-in-powershell-core-61?view=powershell-6

Der Vollständigkeit halber habe ich die wichtigsten Neuerungen noch einmal stichwortartig zusammengefasst:

>Umstellung auf .NET Core 2.1
>Performance-Verbesserungen, z.B. bei Import-CSV
>Über die Eigenschaft PSEdition lässt sich bei Modulen abfragen, ob wie für Core, Desktop oder beide in Frage kommen. Diese Information muss aber in die Manifestdatei eingetragen werden, damit sie abgefragt werden kann
>Es gibt Cmdlets für den Umgang mit Markdown (sehr praktisch)
>Das Invoke-WebRequest-Cmdlet wurde verbessert
>Das Enable-PSSession-Cmdlet wurde verbessert
>Ein cd – führt zum letzten Verzeichnis zurück
>Ein cd– führt in das $Home-Verzeichnnis
>Für Update-Help muss die PowerShell nicht mehr als Administrator gestartet werden
>Ein [PSCustomObject]-Objekt besitzt jetzt eine Length- und Count-Eigenschaft

Bemerkenswert und im Grunde naheliegend ist, dass einige der Verbesserungen aus der Community stammen.

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