Python versus PowerShell – Folge 1

Bereits seit 1-2 Jahren ist Python meine neue „Lieblingssprache“, PowerShell verwende ich natürlich weiterhin, da sie Python für administrative Aufgaben aufgrund ihres „eingebauten“ Befehlssatzes in Gestalt der zahlreichen Module überlegen ist. Python hat viele Stärken, wäre aber für die Administration eines Exchange Server nur bedingt zu empfehlen.

Eine der Stärken von Python ist der Umgang mit Listen. PowerShell bietet eine ähnliche Stärke durch ihre Pipeline und dem Umstand, dass stets Objekte übertragen werden.

Die folgende kleine „Challenge“ ist grundsätzlich einfach. Ausgangspunkt sind Zeichenfolgen wie z.B. 2 UU/100 14 B ER. Das Ziel soll es sein, dass alle Zeichengruppe, die z.B. nur zwei Zeichen lang sind, zurückgegeben werden. Auch wenn ein Regex immer die flexibelste Lösung ist, in diesem Fall tut es auch die split-Methode, die sowohl in Python als auch in PowerShell gleich angewendet wird.

Zuerst die PowerShell-Lösung:

Bei Python gibt es die flexible List Comprehensions, durch die sich aus einer Liste eine neue Liste ableiten lässt.

Wer hat gewonnen? Weder Python noch PowerShell, Es ist ein typisches Unentschieden, wobei es bei diesen Vergleichen natürlich nicht darum geht, welche Sprache besser ist, sondern eher um eine „Umstiegshilfe“ an kleinen Beispielen. Die Gegenüberstellung macht deutlich, dass sich Python und PowerShell gar nicht so groß unterscheiden und insgesamt mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede besitzen. Während unter Windows nur weniger Anwender sich mit beiden Sprachen beschäftigen werden (auf einer der letzten PowerShell Europe-Konferenzen hat es einen Session zum Thema Python gegeben), die Frage stellt sich eher unter Linux wo Python als Allround-Werkzeug für die Shell deutlich verbreiteter sein dürfte.

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