PowerShell Monday – eine rundum gelunges Usergroup-Treffen, das hoffentlich wiederholt wird

Der erste PowerShell Monday (nach Angaben des Co-Organisators Christian Lehrer sogar der erste weltweit), der am 22.8.2016 in München stattfand, war eine überaus gelungene Veranstaltung. Auch wenn Mathias Jessen leider nicht kommen konnte, da er seinen Flug offenbar verpasst hatte und der Ersatzflug gestrichen wurde, gab es zu keiner Minute einen Leerlauf. Die Agenda war sehr gut zusammengestellt von erstem Vortrag zum Thema Pester von Andreas Platt bis zum letzten Vortrag des Abends mit Scripting Guy Ed Wilson, der mit seiner Frau Theresa wieder einmal auf „Europa-Tournee“ ist. Die anfänglichen Beamer-Probleme gehören einfach dazu und kommen laut Jeff Wouters auch auf einer TechEd vor.

Organisiert wurde der PowerShell Monday von der PowerShell User Group Südwest. Die Veranstaltung fand in München in den Räumen der Firma Acentrix statt, die freundlicherweise nicht nur die Räume zur Verfügung stellte, sondern auch die Getränke und am frühen Abend mehrere Wagenrad großen Pizzen sponsorte. Mit über 30 Teilnehmern (es können auch ein paar mehr gewesen sein) war die Veranstaltung sehr gut besucht.

Der thematische Höhepunkt war der Vortrag von Ed Wilson, der seit November letzten Jahres nicht mehr im PowerShell-Team, sondern in der noch relativ jungen Produktgruppe Microsoft Operation Management Suite (OMS) arbeitet. In seinem Vortrag stellte er das erst im letzten Jahr auf der Ignite-Konfeenz vorgestellte Produkt ausführlich vor. OMS ermöglicht die Server-Administration im Rahmen des Azure-Portals und stellt damit eine Alternative zum System Center Configuration Manager dar, der in der kommenden Version 2016 noch „clound-freundlicher“ werden soll.

Die wichtigste Aussage ist, dass OMS für bis zu 5 Server kostenlos ist und dies auch uneingeschränkt bleiben soll. Weitere Infos gibt es unter der leicht zu merkenden URL

http://www.microsoft.com/oms

Die von Amanda Debler (Office 365 und Skype for Business) aufgezeichneten Videos soll es in ca. 2 Wochen auf YouTube geben. Ed Wilson will seine Folien zum Thema OMS nach Abschluss seiner Konferenzreise zur Verfügung stellen.

Ein kleines Highlight war eine Skype-Videokonferenz mit PowerShell-Erfinder Jeffrey Snover, der noch einmal auf die Gründe einging aus der PowerShell ein Open Source-Projekt zu machen und erwähnte nebenbei, dass die nächste Version SSH als Alternative zu WsMan für PowerShell Remoting verwenden wird. Ein nettes Detail am Rande war, dass er sich auf einer Linux-Konferenz befand, um die PowerShell for Linux vorzustellen, und aus Rücksichtnahme auf die Konferenzteilnehmer auf seine traditionelle bunte Krawatte verzichtete (für Heiterkeit sorgte seine Anmerkung, dass die Leute etwas anders sind als er es von Microsoft-Konferenzen gewohnt ist, und dass er auf der Konferenz einen Typ gesehen hatte, der nur einen grünen Umhang (Toga) trug).

Für mich persönlich war es sehr schön endlich Ed Wilson in Deutschland zu treffen – er war schon öfter bei PowerShell UserGroup-Treffen anwesend, aber ich war aus den verschiedensten Gründen nie dabei. Ed ist ein sehr humvorvoller Mensch, der eine enorme Freude an seiner Arbeit hat und sehr viel Erfahrung in den unterschiedlichsten Gebieten hat, die etwas mit Windows-Administration und Scripting zu tun haben. Wer seine „Hey, Scripting Guy“-Kolummne kennt, wird dies sicher bestätigen.

Alle Infos zum PowerShell Monday gibt es unter der folgenden Adresse: http://www.psmonday.eu/

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