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Mein Blog zieht um (bzw. wird eingestellt)

Irgendwann muss Schluss sein. Nachdem ich viele Jahre über die PowerShell „gebloggt“ hatte (leider nicht von Anfang an, wenngleich ich die PowerShell noch aus der Zeit kenne, in der sie lediglich unter dem Codenamen „Monad Shell“ – kurz und prägnant msh, bekannt war, bis jemand, vermutlich aus der Marketingabteilung, auf den Namen „PowerShell“ kam, der in der damals noch sehr kleinen Community nicht ganz unumstritten war, um es einmal moderat zu formulieren), ist jetzt Schluss.

Ich stelle den Blog daher am 31.5 2021 ein. Danach wird auch die Seite nicht mehr aufrufbar sein.

Ich werde aber auch in Zukunft in meinem „Hauptblog“ https://codeinsel.de über die PowerShell schreiben.

Neue PowerShell-Bücher

Gleich vorweg, diesen Eintrag wollte ich bereits im August 2020 schreiben, bin aber offenbar nicht dazu gekommen, ihn fertig zustellen – wie die Zeit vergeht…

Es gibt sie noch, die PowerShell-Bücher, in denen auch für erfahrene PowerShell-Anwender etwas Neues drin steht. Man findet sie allerdings weniger bei den Fachverlagen, diese Bücher werden schon seit längerem durch die Autoren direkt herausgegeben und über eBook-Plattformen wie lulu.com oder leanpub.com angeboten.

Das erste Buch von zwei Büchern, das ich kurz vorstellen möchte, ist allerdings nicht per Print on Demand erhältlich, das wäre aufgrund des Umfangs wahrscheinlich technisch gar nicht möglich. Es ist „das“ Standardwerk zur PowerShell im deutschsprachigen Raum von Holger Schwichtenberg, das ich vor ein paar Wochen vom Hanser Verlag erhalten habe (vielen Dank noch einmal an dieser Stelle – ich hätte es mir aber auch nicht gekauft, davon gleich mehr).

Es gibt sie noch, die dicken Wälzer, die im Buchregal nicht zu übersehen sind
Abb. Es gibt sie noch, die dicken Wälzer, die im Buchregal nicht zu übersehen sind

PowerShell 5/7 ist ein Buch, in dem praktisch alles drin steht was man als Anwender, aber auch als Entwickler zur PowerShell wissen muss und wissen könnte – natürlich gibt es immer noch Randbereiche, die auch in diesem Buch nicht behandelt werden, mir fehlt z.B. das Thema Release-Pipeline für PowerShell-Module oder mehr Informationen zum Script Analyzer, aber das sind wie gesagt Randbereiche, in die sich jeder erfahrene Anwender über das Know-how auf den entsprechenden Webseiten selber einarbeiten kann.

Zwei eher kuriose Details zu dem Buch:

  1. Mit 1.386 Seiten ist es glaube ich mein dickstes Buch im Regal (ein paar Seiten mehr als „Windows Server 2008“ von Eric Tierling) und mit Sicherheit ein paar Seiten mehr als „Krieg und Frieden“ von Tolstoy.
  2. Es dürfte das weltweit einzige IT-Buch sein, bei dem zwei nicht zusammenhängende Versionsnummern im Titel stehen.

Das zweite Buch geht in die entgegengesetzte Richtung. Anstatt ein zusammenhängendes Thema zu beschreiben, enthält es viele Themen, die lediglich den fortgeschrittenen Einsatz der PowerShell zum Thema haben. Es ist das PowerShell Conference Book, Volume 3, das von den Organisatoren des jährlich stattfindenden DevOps Summit herausgegeben wird.

https://leanpub.com/psconfbook3

Mit einem Minimum-Preis von 49.99 USD ist es nicht gerade günstig (ich hatte es gleich zum „Einführungspreis“ von 20 USD gekauft), aber es enthält das sprichwörtlich „geballte Wissen“, das man normaleweise nur durch Teilnahme an einer solchen Konferenz erhält und die ist bekanntlich deutlich kostspieliger (ähnliche Überlegungen dürften auch die Herausgeber angestellt haben). Laut Webseite verdienen die Autoren an dem Buch nichts, der Gewinn fließt komplett an eine Stiftung (https://events.devopscollective.org/onramp/scholarship/).

Abb. Geballtes Wissen einer Fachkonferenz

EIne weitere Buchempfehlung betrifft ein Buch, das ich bislang weder gekauft noch gelesen habe, sondern nur das kostenlose Probekapitel kenne. In „Shell of an Idea“ beschreibt PowerShell Guru Don Jones ausführlich die Anfänge des PowerShell-Projekts bei Microsoft und dabei vor allem über die Widrigkeiten, denen das kleine Team von Anfang ausgesetzt war (es hätte nicht viel gefehlt und wir hätten anstelle der PowerShell einen 1:1 Port einer gewöhnlichen Unix-Shell erhalten). Das Vorwort ist natürlich von Jeffrey Snover, dem geistigen Vater der PowerShell. Auch wenn das Buch bestimmt sehr interessant ist und ich es natürlich auch irgendwann in naher Zukunft lesen werde, es ist nur etwas für die paar Tausend „Hardcore PowerShell Fans“ auf der ganzen Welt, die aus erster Hand erfahren wollen wie alles anfing (vieles hat Jeffrey Snover in den letzten Jahren in zahlreichen Interviews und in seinen Vorträgen, die es fast alle auf YouTube gibt, bereits erzählt).

$PSVersionTable.Platform -eq „Unix“ ? „Cool“ : „Windows, what else?“

Ich bin immer wieder fasziniert, wie selbstverständlich es ist inzwischen geworden ist, die PowerShell 7 unter einem Linux wie Cent OS 7 zu installieren. Die ganze Installation dauert noch nicht einmal eine Minute, wenn man die Installationsschritte von der Projektwebseite in die Konsole des SSH-Terminalfensters (ich empfehle MobaXTerm) kopiert.

Abb. 1. Die „Installationsanleitung“ für die Installation der PowerShell 7 unter CentOS

Ging alles gut, wird die PowerShell durch Eingabe von „pwsh“ gestartet. Der Rest ist selbsterklärend. Vielleicht nicht ganz, denn bei PowerShell 7 gibt es ein paar nette Neuerungen wie den sehr praktischen Tenäroperator ? (ergänzt durch ein :).

Abb. 2: Eine kurze PowerShell-Session unter Cent OS

Wer die Neuerungen der PowerShell 7 ausprobieren möchte, muss dazu natürlich kein Linux installieren. Die PowerShell 7 gibt es natürlich auch für Windows;)